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Der Pionier der kulturellen Expeditionsreise, mit eleganten Eisklasse-Schiffen von der Arktis bis zur Antarktis
Die Wurzeln von Swan Hellenic reichen weiter zurück, als viele vermuten. Schon in der Zwischenkriegszeit organisierte der Brite W. F. Swan Reisen für den CVJM, die unter dem Namen „Red Triangle Tours“ liefen. Als sich der Verband 1931 während der Weltwirtschaftskrise zurückzog, übernahm Swan das Geschäft und führte es als „Swans Travel Bureau“ weiter. Nach der kriegsbedingten Pause nahm das Unternehmen 1947 den Reisebetrieb wieder auf.
Anfang der 1950er-Jahre kam die Anfrage, die alles verändern sollte. Vater und Sohn, W. F. und R. K. Swan, sollten für Mitglieder der Hellenic Society eine Reise zu den antiken Stätten Griechenlands zusammenstellen. Als Gastreferent war der berühmte Archäologe Sir Mortimer Wheeler an Bord. Der Erfolg war so groß, dass daraus ab 1954 ein festes Programm sogenannter Kulturkreuzfahrten entstand. Das Konzept war damals neu: Das Schiff fuhr nachts, tagsüber gingen die Gäste fast täglich an Land. Statt Showprogramm gab es Vorträge von Historikern, Archäologen, Schriftstellern und Theologen. Damit gilt Swan Hellenic als Begründer der expertengeführten Expeditionskreuzfahrt.
In den folgenden Jahrzehnten wurde Swan Hellenic zu einer festen Größe, vor allem bei britischen Reisenden. Unter dem Dach von P&O erweiterte die Marke ihre Fahrtgebiete vom Mittelmeer weit darüber hinaus. 1996 kam mit der ersten MINERVA ein eigenes, auf Kulturreisen zugeschnittenes Schiff hinzu. Später folgten wechselnde Eigentümer, und 2017 wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt.
2020 begann ein neues Kapitel. Eine Investorengruppe um Andrea Zito, einen erfahrenen Manager aus der Kreuzfahrtbranche, übernahm die Marke. Zito kannte Swan Hellenic schon seit Jahrzehnten: Er hatte in seiner früheren Tätigkeit die Schiffe der Reederei über viele Jahre betreut und war am Bau der ersten MINERVA beteiligt. Sein Ziel war, die Tradition der Kulturreise mit einer völlig neuen Flotte fortzuführen und sie in die entlegensten Regionen der Erde zu bringen, allen voran in die Polargebiete.
Zwischen 2021 und 2023 stellte Swan Hellenic drei auf der Helsinki Shipyard gebaute Expeditionsschiffe mit Eisklasse in Dienst: SH MINERVA, SH VEGA und SH DIANA. Die SH MINERVA trägt den Namen ihrer legendären Vorgängerin. Die SH VEGA ist nach dem Schiff benannt, das als erstes die Nordostpassage durchfuhr. Die SH DIANA erinnert an die römische Göttin der Wildnis. Seit der Saison 2025/26 operieren alle drei Schiffe gemeinsam in der Antarktis, und heute führt die Reederei unter dem Leitmotiv „See What Others Don't“ Expeditionen auf allen sieben Kontinenten durch.
Die Swan-Hellenic-Schiffe wurden gezielt für Fahrten in hohen Breiten entworfen. SH MINERVA und SH VEGA besitzen einen Rumpf der Polarklasse PC5 und bieten jeweils 152 Gästen Platz in 76 Kabinen und Suiten, die meisten davon mit großem Balkon. Die etwas größere SH DIANA ist nach Polarklasse PC6 gebaut und nimmt 192 Gäste in 96 Kabinen und Suiten auf. Extra große Stabilisatoren sorgen auch in der Drakepassage für ruhige Fahrt. Die skandinavisch geprägten Innenräume stammen von Tillberg Design of Sweden.
Für den Schutz der empfindlichen Polarregionen setzt die Reederei auf dieselelektrische Hybridantriebe mit Abgasnachbehandlung (SCR), modernste Abwasseraufbereitung und dynamische Positionierung. Dadurch können die Schiffe an sensiblen Orten auf das Ankern verzichten und den Meeresboden schonen. Einwegplastik wird an Bord so weit wie möglich vermieden.
Swan Hellenic versteht seine Schiffe darüber hinaus als schwimmende Forschungsplattformen. Im Rahmen der Initiative „Cruising4Oceans“ sammeln die Schiffe bei regulären Fahrten in der Antarktis, auf Spitzbergen und in Grönland Ozeandaten wie Temperatur und Salzgehalt und stellen sie der Wissenschaft zur Verfügung. Gemeinsam mit der Philippe Cousteau Foundation engagiert sich die Reederei für die EU-Mission zur Wiederherstellung der Meere. Swan Hellenic ist Mitglied der Polarverbände IAATO und AECO.
PIONIER – SEIT DEN 1950ER-JAHREN
Über 70 Jahre Erfahrung mit Reisen, die Wissen und Erlebnis verbinden. Swan Hellenic hat die expertengeführte Expeditionsreise erfunden. Diese Idee prägt bis heute jede Fahrt, ob zu den Tempeln der Antike oder zu den Eisbergen der Antarktis.
EXPERTEN AN IHRER SEITE
Historiker, Naturwissenschaftler und Naturkundler begleiten jede Reise und vermitteln in täglichen Vorträgen und auf den Exkursionen, was hinter Gletschern, Tierwelt und Polargeschichte steckt. Geleitet wird der Expeditionsbereich von Anthony Jinman, einem Polarforscher, der auf Skiern sowohl den geografischen Nordpol als auch allein den Südpol erreicht hat. Durch eine Partnerschaft mit dem SETI Institute sind auf ausgewählten Reisen zudem Astronomen und Astrobiologen an Bord.
MITFORSCHEN STATT NUR ZUSCHAUEN
Gäste können sich aktiv an Citizen-Science-Projekten beteiligen: Wolkenbeobachtungen für die NASA, Walsichtungen für Happywhale, Planktonmessungen oder Seevogelzählungen. So wird aus einer Reise ins Eis ein Beitrag zu ihrem Schutz.
RUHIGER LUXUS
Swan Hellenic setzt auf Eleganz statt Prunk: durchdachtes Design, ein Service, der Ihren Namen kennt, und eine entspannte Atmosphäre, in der Gäste aus aller Welt schnell zu einer Gemeinschaft werden. Die Reisen sind All-inclusive, sodass Sie sich ganz auf die Landschaft konzentrieren können.
MIT KLEINEN SCHIFFEN UNTERWEGS
Mit höchstens 192 Gästen erreichen die Schiffe abgelegene Buchten und Anlandestellen, die großen Kreuzfahrtschiffen verschlossen bleiben. Hier wird nicht vom Deck aus gewunken, sondern per Zodiac angelandet, und zwar so oft es Eis und Wetter erlauben.
Jetzt Ihre Reise mit Swan Hellenic finden
Erleben Sie die Antarktis mit ihren Pinguinkolonien, Tafeleisbergen und der Geschichte der großen Polarforscher von Ushuaia aus, oder folgen Sie im arktischen Sommer den Spuren der Entdecker nach Spitzbergen und Grönland, wo mit etwas Glück Eisbären, Walrosse und gewaltige Gletscher warten. Mit Swan Hellenic reisen Sie dorthin, wo die Erde noch ihre ursprünglichsten Geheimnisse bewahrt.