Erfahren Sie es zuerst!
Abonnieren Sie unseren Newsletter:
Vom 30.04. bis 04.05.2026 durfte ich eine besondere Ozeanfahrt erleben: von Brest nach Reykjavik an Bord der Le Commandant Charcot.
Für mich war diese Reise eine wunderbare Gelegenheit, das Schiff in Ruhe kennenzulernen. Da auf dieser Route nicht die Anlandungen im Mittelpunkt standen, blieb viel Zeit, die Kabinen, öffentlichen Bereiche, Restaurants, den Spa und die besondere Atmosphäre an Bord intensiv wahrzunehmen. Schon die Einschiffung in Brest verlief schnell, freundlich und sehr unkompliziert. Kaum an Bord, stellte sich dieses angenehme Gefühl ein, angekommen zu sein. Nach dem Ablegen wartete direkt ein erstes Highlight: Der Helikopter landete mit einer kleinen Show auf dem Helikopterdeck. Das war ein eindrucksvoller Auftakt und passte perfekt zu diesem außergewöhnlichen Schiff.
Die Le Commandant Charcot ist kein gewöhnliches Expeditionsschiff, sondern der erste Luxus-Eisbrecher mit Elektro-Hybrid- und LNG-Antrieb. Sie wurde für Reisen in besonders entlegene Polarregionen gebaut, darunter Expeditionen zum Nordpol und in die Antarktis. Mit ihrer hohen Eisklasse PC2, dem speziell entwickelten Schiffsrumpf und dem sogenannten Double-Action-Prinzip kann sie unter extremen Eisbedingungen sowohl vorwärts als auch rückwärts navigieren. Das macht sie technisch ausgesprochen besonders. Gleichzeitig ist sie eine Hommage an den französischen Polarforscher Jean-Baptiste Charcot, der als „Gentleman der Pole“ bekannt wurde. Für mich verbindet dieses Schiff auf faszinierende Weise Technik, Eleganz, Forschung und Expedition. Genau diese Mischung prägt den besonderen Charakter der Le Commandant Charcot.
An Bord wurde für mich sehr schnell spürbar, dass die Le Commandant Charcot weit über klassische Kreuzfahrtstandards hinausgeht. Ich habe bereits unterschiedliche Expeditionsschiffe kennengelernt, doch hier fällt sofort auf, wie konsequent Komfort, Luxus und Funktionalität miteinander verbunden werden. Selbst Bereiche, die auf Expeditionsreisen vor allem praktisch sein müssen, wirken auf diesem Schiff großzügig, hochwertig und sehr durchdacht. Besonders im Mudroom merkt man den Unterschied. Alles ist geräumig, komfortabel und so gestaltet, dass selbst das An- und Ablegen der Expeditionsausrüstung angenehm wirkt. Für mich bewegt sich die Le Commandant Charcot eindeutig im 5-Sterne-Plus-Segment.
Während der Reise wohnte ich in der Deluxe Suite 750. Mit rund 28 Quadratmetern Wohnfläche und einem etwa 5 Quadratmeter großen Balkon bot sie viel Platz und ein sehr angenehmes Raumgefühl. Die Einrichtung ist modern, geschmackvoll und gleichzeitig wohnlich. Besonders gut gefallen haben mir die vielen Staumöglichkeiten, die gerade bei Reisen in polare Gebiete enorm wichtig sind. Warme Kleidung, Expeditionsausrüstung und persönliche Dinge lassen sich problemlos unterbringen. Auch zu zweit hätten Sie in dieser Suite sehr bequem Platz. Zur Ausstattung gehörten eine Nespresso-Maschine und eine gut bestückte kostenfreie Minibar. Ein echtes Plus war für mich das Bad mit Tageslicht-Optik und separatem WC. Die Le Commandant Charcot verfügt insgesamt über 135 Kabinen und Suiten, alle mit Balkon oder Terrasse. Das ist ein bemerkenswerter Standard für ein Schiff, das in so extreme Regionen vordringt.
Ein Bereich, den ich besonders genossen habe, war der Spa- und Wellnessbereich. Die Le Commandant Charcot bietet hier eine wunderbar ruhige, luxuriöse Atmosphäre. Sauna, Eisraum, Indoorpool und Spa sind geschmackvoll gestaltet und laden dazu ein, wirklich abzuschalten. Der mit Meerwasser befüllte Indoorpool liegt in einem hellen Wintergarten, was eine sehr angenehme Stimmung erzeugt. Farben, Formen und Licht wirken harmonisch, dazu kommt dezente Well-Being-Musik. Mein persönlicher Lieblingsplatz an Bord wurde jedoch die Detox Bar. Dort lassen sich gesunde Cocktails genießen, während man zur Ruhe kommt und den Blick schweifen lässt. Auf künftigen Reisen in Eisregionen muss dieser Ort mit Blick auf die Polarlandschaft ganz besonders eindrucksvoll sein.
Auch die Observation Lounge hat mich sehr begeistert. Sie ist hell, elegant und durch große Glasflächen sowie ein Oberlicht wunderbar offen gestaltet. Gerade auf einer Ozeanfahrt ist ein solcher Ort ideal, um das Meer zu beobachten, zu lesen oder einfach nur die besondere Atmosphäre an Bord aufzunehmen. Sehr stimmungsvoll fand ich auch den Außenbereich mit der Blue Lagoon. Dieses beheizte Becken wird über ein Energierückgewinnungssystem temperiert und zeigt, wie außergewöhnlich durchdacht dieses Schiff ist. Ein weiterer schöner Treffpunkt ist die elektrische Feuerschale. Sie schafft draußen eine besondere Stimmung und macht deutlich, dass Komfort auf der Le Commandant Charcot nicht an der Tür zum Außendeck endet.
Meine Eindrücke an Bord der Le Commandant Charcot waren geprägt von Ruhe, Eleganz und einer bemerkenswerten Liebe zum Detail. Nichts wirkte zufällig. Die öffentlichen Bereiche sind großzügig, die Farbgestaltung ist harmonisch, und der Service ist aufmerksam, ohne aufdringlich zu sein. Die Crew sprach sehr gutes Englisch und war in jeder Situation freundlich und professionell. Besonders geschätzt habe ich auch die Open Bridge Policy. In bestimmten Situationen können Gäste die Brücke besuchen und dem Kapitän sowie den Offizieren bei der Arbeit über die Schulter schauen. Gerade auf einem Eisbrecher ist das ein spannender Einblick. Man versteht dadurch noch besser, welche nautische Kompetenz hinter einer Reise in polare Regionen steht.
Kulinarisch steht die Le Commandant Charcot ganz klar für französische Lebensart. An Bord gibt es zwei Restaurants: das Nuna als À-la-carte-Restaurant und das Sila als Buffetrestaurant. Das Nuna trägt die Handschrift von Alain Ducasse und bietet ein Gourmeterlebnis auf sehr hohem Niveau. Die Auswahl hochwertiger Produkte ist beeindruckend: Kaviar aus dem Hause Kaviari, Pata Negra von Berman Ibéricos, Macarons von Pierre Hermé, Butter und Käse von Bordier, Olivenöl von Château Virant, Schokolade von Valrhona sowie an Bord zubereitete Backwaren und Brote. Dazu kommen Teestunden und Kochvorführungen. Für mich war die Gastronomie ein wichtiger Teil des Gesamterlebnisses. Sie passt perfekt zu diesem Schiff, weil sie elegant, hochwertig und zugleich angenehm entspannt ist.
Was die Le Commandant Charcot zusätzlich besonders macht, ist ihre Bedeutung für die Wissenschaft. Das Schiff wird auch für Forschungszwecke genutzt und bietet entsprechende Bereiche für wissenschaftliche Arbeit. Themen wie Meeresbiologie, Ozeanographie, Glaziologie und Umweltbeobachtung spielen an Bord eine wichtige Rolle. Für Gäste ist das ein großer Gewinn, denn eine Expeditionskreuzfahrt wird dadurch nicht nur zu einer Reise in außergewöhnliche Landschaften, sondern auch zu einer Reise des Verstehens. Gerade in Arktis und Antarktis ist es wichtig, die Empfindlichkeit dieser Regionen wahrzunehmen. Wenn Sie solche Gebiete bereisen, nehmen Sie nicht nur Bilder mit nach Hause, sondern auch ein stärkeres Bewusstsein für ihren Schutz.
Nach meiner Reise von Brest nach Reykjavik bin ich von der Le Commandant Charcot begeistert. Dieses Schiff vereint Expeditionstechnik, Luxus, Wissenschaft, Kulinarik und Entspannung auf einem Niveau, das ich als außergewöhnlich empfinde. Besonders in Erinnerung bleiben mir die großzügige Suite, die Detox Bar, der Spa, die Observation Lounge, die hervorragende Küche und die sehr aufmerksame Crew. Für mich hat diese Reise eindrucksvoll gezeigt, wie komfortabel und zugleich intensiv moderne Expeditionskreuzfahrt sein kann. Wer die Arktis oder Antarktis mit einem Höchstmaß an Stil, Sicherheit und Komfort erleben möchte, findet hier ein Schiff, das Maßstäbe setzt.
Wir von Eisexpeditionen.de beraten Sie gerne zu Reisen mit der Le Commandant Charcot von PONANT.
Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!11.260
pro PersonAbenteuer Bottnischer Meerbusen, Kurs gen Norden (gen Süden) Kemi - Helsinki
10.480
pro PersonAbenteuer Bottnischer Meerbusen, Kurs gen Norden
7.800
pro PersonExpedition Japan nach Kanada: Transpazifik-Abenteuer