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Mit der HANSEATIC inspiration in der Nordsee – eine wahrhaft inspirierende Expeditionsreise

Eine Expeditionskreuzfahrt in Deutschland – ist so etwas möglich und kommt dabei echtes Expeditionsfeeling auf? Die Antwort lautet eindeutig „Ja!“ – wir haben im Rahmen unserer Gruppenreise unsere Kunden in der vergangenen Woche auf einer Nordseeexpedition an Bord der HANSEATIC inspiration begleitet. Mit diesem hochmodernen, luxuriösem Expeditionsschiff ging es auf Fahrt zu den deutschen Inseln Borkum, Helgoland und Sylt. Eine großartige Möglichkeit, nicht nur das neueste Schiff und das Hygiene-Konzept von Hapag-Lloyd Cruises kennenzulernen, sondern auch die drei deutschen Inseln zu entdecken. Hier ist unser Expeditionsbericht!

PCR-Test und Hygienekonzept – 10 Punkteplan von Hapag-Lloyd Cruises

Hapag-Lloyd Cruises ist die erste deutsche Reederei, der nach dem totalen Lockdown Ende Juli ein erfolgreicher Neustart gelang. Der 10 Punkte-Plan wird stets der aktuellen Situation angepasst. So bekommen wir ca. drei Wochen vor Reiseantritt, die Information, dass wir frühestens 72 Stunden, spätestens 48 Stunden vor Reiseantritt einen PCR-Test durchführen müssen. Er ist die erste wichtige Sicherheitsmaßnahme, denn ist der Test nicht negativ, kommen wir nicht an Bord.

Nach der anfänglichen Aufregung, dass die Gefahr besteht, sich in einem Corona-Testzentrum anzustecken, löst sich diese jedoch bei einem freundlichen Telefonat sofort in Luft auf. Warum? Weil Hapag-Lloyd Cruises und TUI Cruises in Kooperation mit den Helios-Kliniken exklusive Testzentren deutschlandweit und kostenlos für Ihre Kunden anbieten. Dadurch verlief der Test reibungslos und bestens organisiert. Wir sind morgens um 09:00Uhr in die Endoklinik nach Altona gefahren. Alles war bestens ausgeschildert und ähnlich wie bei einer Drive In-Station einer bekannten amerikanischen Burgerkette, spazieren wir nach kurzem Warten zum Fenster geben dort die Gutscheine und den ausgefüllten Fragebogen ab. Ein Stäbchen in die Nase, danach ein Stäbchen in den Rachen und nach nicht einmal einer Minute ist der ganze Spuck dann auch schon wieder vorbei. Jetzt bleibt nur noch abzuwarten, ob man einen Anruf bekommt (nur bei positivem Testergebnis) oder ob das Testergebnis negativ ist.

Hurra, es gibt keinen Anruf, wir dürfen an Bord!

Bevor wir das Kreuzfahrtterminal in Hamburg betreten, wird zudem unsere Körpertemperatur gemessen – dieser Test wird sich in den kommenden Tagen einmal täglich wiederholen. An Bord gilt dann Maskenpflicht, wenn wir uns in öffentlichen Bereichen bewegen, also in den Fluren, wenn wir die Restaurants betreten oder auch, wenn wir aufs Tenderboot gehen – überall dort also, wo wir mit Menschen zusammentreffen können, die nicht zu unserer Reisegruppe gehören. Ebenso stehen überall Desinfektionsspender und das Personal, das stets eine Atemschutzmaske trägt, legt freundlich Wert darauf, dass wir vor dem Betreten beispielsweise der Restaurants und der Observation Lounge unsere Hände desinfizieren. Während auf den Tenderbooten, mit denen wir in den kommenden Tagen an Land gehen, durchgängig Maskenpflicht herrscht, können wir unsere Masken natürlich abnehmen, sobald wir beispielsweise unseren Platz im Restaurant eingenommen haben oder uns im Außenbereich aufhalten.

Das Ganze funktioniert nach unserer Wahrnehmung reibungslos. Die Gäste halten die Regeln ein und die sinnvollen Sicherungsmaßnahmen stören weder das Reiseglück noch haben wir das Gefühl, übermäßig mit Hygienemaßnahmen belästigt zu werden. Da das Schiff in Corona-Zeiten zudem nur zu knapp 60% belegt wird, entstehen auch nie lange Schlangen oder müssen sich die Gäste dichtgedrängt aneinander setzen – im Gegenteil, im HanseAtrium werden, wie wir es aus Restaurants an Land kennen, beispielsweise Plätze ausgewiesen, die nicht belegt werden dürfen, um ausreichenden Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten. Hapag-Lloyd Cruises zeigt hier eindrucksvoll, wie entspannt Expeditionsreisen mit hohen Hygienestandards auch in Corona-Zeiten sein können.

Die HANSEATIC inspiration: Ein traumhaftes Expeditionsschiff

Vorab ein paar Fakten zu dem zweiten Schmuckstück der neuen Expeditionsflotte von Hapag-Lloyd Cruises, der HANSEATIC inspiration: Das Schiff verfügt über die höchste Eisklasse für Passagierschiffe (PC6) und ist mit maximal 230 Passagieren (bei Antarktisreisen max. 199) das perfekte Schiff für Expeditionskreuzfahrten in die polaren Gewässer. Expedition wird hier mit Luxus verbunden, sei es bei den Kabinen, die wir gleich noch ausführlich beschreiben, den Restaurants und natürlich vor allem dem Service an Bord (in deutscher und englischer Sprache).

Für Expeditionsfreunde sind es schließlich die Details, die das durchdachte Design der HANSEATIC inspiration und des Schwesterschiffes HANSEATIC nature ausmachen: Ausfahrbare gläserne Balkone auf dem Sonnendeck geben das Gefühl, direkt über dem Wasser zu schweben. Der Decksumlauf und der begehbare Bug, der Inspiration Walk, ermöglichen es Reisenden, ganz vorn mitten im Geschehen zu sein. „Inspired by nature“ lautet das Motto der neuen Expeditionsflotte und so werden wir von einem strahlenden Innendesign, dominiert von hellen Farben und natürlichen Materialen begrüßt. Mit modernsten Zodiacs und Tenderbooten werden spannende und sichere Anlandungen ermöglicht – so macht Expedition wirklich Spaß. Aber nun zur Reise!

Wir gehen an Bord

Los geht es in Hamburg am Dienstag, den 22. September 2020. Damit es nicht zu langen Wartezeiten und Ansammlungen von wartenden Gästen vor dem Schiff kommt, erhält man bei Buchung bereits seine CheckIn-Zeit. Um 16.00 Uhr dürfen wir an Bord. Zu Beginn gibt es eine kurze Konsultation mit dem Schiffsarzt, einmal Fiebermessen und den obligatorischen Sicherheitscheck des Gepäcks. Unser zuständiger Steward empfängt uns an Land und begleitet uns auf die Kabine auf Deck 5, auf der uns Canapés und Champagner begrüßen.

Unsere Balkonkabine der Kategorie 4 hat uns gleich begeistert. Hell und groß, mit vielen Ablagemöglichkeiten, ein großes gemütliches Bett und natürlich der herrliche Balkon, auf dem wir bei Sonnenschein später bei einem kühlen Champagner den Blick aufs Meer genießen. Das Badezimmer hat übrigens mit einer beheizten Rückwand mit integrierter Sitzbank ein besonderes Highlight zu bieten. Aber es sind vor allem die durchdachten Kleinigkeiten, die es uns angetan haben: Seien es die abgerundeten Schränke, die sich mit einem leichten Druck öffnen lassen und eine große Staufläche bieten, seien es die Ablageflächen für Tabletts oder die Wanderstöcke und das erstklassige Fernglas von Swarovski Optik direkt auf der Kabine.

Balkonkabine

Wir fühlen uns gleich pudelwohl, zumal wir natürlich schnell feststellen, dass auch hier auf der Kabine an unser leibliches Wohl jederzeit gedacht wird: Die Minibar wird nicht nur täglich wieder gefüllt, sondern wir haben auch einen 24h Kabinen-Service, und wen wider Erwarten nach dem tollen Essen im Restaurant spät nachts noch der Hunger plagt, der muss nicht darben: ein Anruf genügt und beispielsweise ein Rinderfilet von der Karte wird um zwei Uhr nachts auf die Kabine gebracht. Das kann dann gemütlich in der bequemen Sitzecke oder auf dem Balkon genossen werden, während der Blick nach draußen auf den Horizont gerichtet wird. Luxus und Expedition, Meer und Wohlfühlatmosphäre sind hier bestens verbunden. Aber natürlich sind wir nicht hierhergekommen, um nur auf der Kabine zu bleiben. Um 17.45 geht es auf Deck 4 ins HanseAtrium zur Seenotrettungsübung.

Safety first – insbesondere in Corona-Zeiten

Das HanseAtrium auf Deck 4 ist schon ein imposanter Anblick. Es ist eine multifunktionale Lounge mit hochmoderner Präsentationstechnik, in der in den kommenden Tagen auch Vorträge und Abendbunterhaltung stattfinden – und am Abend ist es eine stimmungsvolle Bar. Besonders eindrucksvoll ist das Farbenspiel, denn im Laufe des Tages wird das HanseAtrium mehrfach seine Farben wechseln, je nach Tageszeit – so ist es immer wieder einen Besuch wert, selbst wenn dort gerade kein Vortrag stattfindet.

Die Sicherheitsübung beginnt klassisch mit dem Anlegen der Rettungsweste, die wir von unserer Kabine zur Übung mitbringen. Der Sicherheitsoffizier führt uns in wichtige Sicherheitselemente ein. Erfahrene Kreuzfahrer werden das kennen. Aber nun ist auch eine gute Zeit, sich mit dem hervorragenden Hygienekonzept an Bord der HANSEATIC inspiration vertraut zu machen.

Leinen los!

Gegen 18.30 Uhr heißt es dann Leinen los, die HANSEATIC inspiration verlässt Hamburg! Mit einem prickelnden Drink in der Hand steht unsere Eisexpeditionen.de-Reisegruppe an Deck und im Sonnenuntergang verlassen wir den Hamburger Hafen. Ein einmaliges Erlebnis vor einer Kulisse, die immer wieder zu begeistern mag, egal, wie oft wir sie erleben. Insbesondere die Bilder von Deck aus vor der Elbphilharmonie im Sonnenuntergang werden uns wohl unser ganzes Leben in Fotoalben (oder digital) begleiten.

Toller Service, grandioses Essen

Nach dem Auslaufen heißt es dann, zum ersten Mal, sich kulinarisch von Hapag-Lloyd Cruises verwöhnen zu lassen. Die HANSEATIC inspiration verfügt über drei großzügig geplante Restaurants, die wir alle ausgiebig getestet haben – alle drei haben uns auf ihre Weise begeistert.

Das Hauptrestaurant Hanseatic befindet sich auf Deck 4 gegenüber dem HanseAtrium und bietet für gewöhnlich Frühstücks- und Lunchbuffets sowie zum Dinner ein à la carte – Menu. In Corona-Zeiten bestellen wir aber alles von der Karte. Es ist hell und schön eingerichtet, zwischen den Tischen herrscht großzügiger Abstand und der Service funktioniert tadellos.

Restaurants

Im Restaurant Lido auf Deck 5 sorgen eine offene Showküche und ein Außengrill für kulinarische Meisterwerke. Anders als das Hanseatic ist es ein Buffet-Restaurant. Auch hier wird in Corona-Zeiten für Hygiene vorgesorgt – was wir hier unter anderem genossen haben, dazu mehr in den Beschreibungen von Tag 2 und Tag 3.

Am ersten Abend (sowie am letzten Abend) an Bord führt uns der Weg in das Spezialitätenrestaurant Nikkei auf Deck 4, ebenfalls gegenüber dem HanseAtrium. Hier wird à la carte serviert, auch in Corona-Zeiten, und die Plätze sollten vorher zu Beginn der Reise reserviert werden. Das Restaurant lädt ein mit japanisch-peruanischer Küche, wobei der japanische Anteil deutlich im Vordergrund steht. Hier genießen wir in unserer eisexpeditionen.de-Gruppe kulinarische Highlights, darunter die exzellenten Vorspeisen, vorzügliche Ramen, die Hauptgerichte – Fleischfreunde dürfen sich insbesondere über ein exzellentes gewürztes Lamm freuen – und das Dessert.

persönlicher Service

Natürlich ist es dann vor allem auch der Service, der Hapag-Lloyd Cruises in die Spitzenkategorie der Luxus-Expeditionsreisen hebt. Die Servicekräfte waren sichtlich froh, dass es nun nach langen Corona-Pausen endlich wieder los geht, und lesen uns jeden Wunsch von den Lippen ab, sind ständig präsent, wenn sie gebraucht werden, gut gelaunt und umsichtig. Dabei erinnern sie sich schnell an die einzelnen Passagiere und deren Vorlieben oder auch Allergien und merken sich diese Besonderheiten für die Zukunft.

Deck 8

Nach dem Essen geht es mit vollen Bäuchen auf Deck 8. Hier finden wir, tagsüber geöffnet, den Bereich des Ocean SPA. Wir werfen schon einen Blick in die hellen, schönen Räume des SPA mit seinen bodentiefen Fenstern und dem Außenbereich sowie die finnische Sauna. Neben einem Friseursalon finden wir hier auf Deck 8 auch den beheizten Pool mit Liegenfläche – viele Gäste werden diesen in den nächsten Tagen nutzen, auch Mitglieder unserer Eisexpeditionen.de-Gruppe gehen schon morgens im flauschigen Bademantel, den wir auf den Kabinen finden, schwimmen, bevor es zum Frühstück geht. Neben dem Poolbereich mit ca. 630 Quadratmeter liegt auch der schön eingerichtete Fitnessbereich, den wir uns in den kommenden Tagen natürlich auch ansehen.

Die Hapag-Waffel

Wir gehen aber in Richtung der Observation Lounge, die sich ebenfalls auf Deck 8 befindet. Sie ist nicht nur ein fabelhafter Ort, um das Meer und die Natur aus den gemütlichen Sesseln zu beobachten, nein, hier werden auch – wie wir schon am Folgetag mit großer Freude feststellen – nachmittags Snacks serviert, wie etwa die berühmten Hapag-Waffeln oder vorzüglicher Kuchen.

Eine große Auswahl

Abends gibt es dann hier eine reiche Auswahl an Drinks. Kaum sitzen wir gemütlich beisammen, werden wir auch schon von einem freundlichen Crewmitglied bedient. Die Getränkeauswahl ist sehr groß – gerade die Gin- und Whiskey-Freunde in unserer Gruppe kamen voll auf ihre Kosten. So konnten wir den Abend gemütlich bei einem Gläschen ausklingen lassen, während die HANSEATIC inspiration Kurs auf Borkum nahm.

Tag 2 – Von Wattwürmern, Muscheln und kulinarischem Genuss

Der erste vollständige Expeditionstag, der zweite Tag unserer Reise, steht, ganz im Zeichen von Borkum und einer Wattwanderung, an die wir uns noch lange erinnern werden. Aber der Reihe nach:

Wir frühstücken im Lido auf Deck 4, weil wir uns einen Eindruck vom Buffet-Konzept in Corona-Zeiten machen wollen. Das funktioniert tadellos: Getränke und Heißspeisen, wie z.B. Spiegelei, Omelett werden auch in diesem Buffet-Restaurant am Tisch serviert, so dass niemand lange an Stationen stehen muss. Am Buffet greifen wir nicht selbst zu, sondern wählen aus, was uns gefällt, wie z.B. aus der reichen Auswahl an Brot und Brötchen. Nach unserer Wahrnehmung sind die Gäste alle entspannt, es gibt kein Gedränge, und das umsichtige Personal vermittelt allen den Eindruck, keiner muss Sorge haben, sein „Lieblingsbrötchen“ nicht mehr zu bekommen. So startet der Tag entspannt und sicher.

Gut gelaunt, wohlgenährt, geht es dann bei strahlendem Sonnenschein gegen 10 Uhr nach Borkum. Von der HANSEATIC inspiration legen wir von Deck 3 aus ab mit einem Tenderboot, Dabei tragen alle Gäste und die Crew einen Mund-Nasen-Schutz. Aber auch hier gilt, das Hapag-Lloyd Cruises auf Hygiene große Acht gibt: Bevor wir das Tenderboot betreten dürfen, müssen wir uns nicht nur mit getragenen Masken die Hände desinfizieren, sondern es findet auch die tägliche Fiebermessung statt. An Bord des Tenderbootes sind wir dem Wasser natürlich nahe, und auch wenn wir uns eine Anlandung mit den Zodiacs gewünscht hätten, ist auch die Anfahrt mit dem Tenderboot auf die Insel durchaus ein Erlebnis. Insbesondere bekommen wir dabei bei strahlendem Sonnenschein einen wunderbaren Blick auf die HANSEATIC inspiration.

Albertus Akkermann

Auf Borkum angekommen, werden wir am Steg von Hapag-Lloyd Mitarbeitern begrüßt, die uns entsprechend dem von uns gebuchten Programm in Gruppen einteilen. Für uns steht heute Vormittag eine Wattwanderung an – und das wird ein lustiges und lehrreiches Erlebnis, was vor allem an unserem großartigen Wattführer Albertus liegt. Albertus Akkermann ist auf Borkum geboren, und dass er die Insel, die See und vor allem das Wattenmeer liebt, das wird einem schon nach wenigen Sätzen bewusst. Fröhlich, mit norddeutscher Schnauze und gleich dem wichtigen Hinweis, dass man auf Borkum nur „Moin“ sagt („Moin, Moin ist schon Gesabbel,“ bringt Albertus den nicht aus dem Norden stammenden Teilnehmern bei), stimmt uns Albertus auf eine launige Wanderung ein. Sie wird zum Erlebnis: Strahlender Sonnenschein über uns, der Sand des Wattenmeeres unter uns, starten wir auf eine rund 2,5-stündige Tour.

Wattenmeerkunde

Und was Albertus uns alles zeigt: Wir lernen über Pflanzen, die im Wattenmeer ihr Zuhause finden, und sogar eine, die eine berauschende Wirkung hat (was er natürlich mit einem verschmitzten Grinsen der Teilnehmerin unserer Gruppe, die die Blätter auf sein Geheiß kauen sollte, erst nachträglich erzählt). Albertus zeigt uns Muscheln und ihre genialen Methoden, um im Wattenmeer zu überleben – er gräbt sie vorsichtig aus, erklärt uns, wie sie leben, und dann dürfen auch wir welche suchen und schon beginnt das Muschelwettrennen. Wir legen unsere in das flache Wasser und beobachten, wie sie sich wieder eingraben. Spannend! Das Wattenmeer ist eine der lebensreichsten Regionen der Welt, daher natürlich auch ein Naturschutzgebiet, und wir merken dem lustigen Albertus bei allem Schalk, den er im Nacken hat, immer auch den Respekt, die Ehrfurcht vor dem Leben hier und dem einzigartigen Lebensraum an.

Wir lernen so viel wie nie zuvor über das Wattenmeer und das Leben auf Borkum, von dem Albertus auch gerne erzählt, und das Expeditionsfeeling ist auch fernab der Arktis und Antarktis bei uns angekommen. Die Laune bei allen ist schließlich auf den Höhepunkt, als wir auch Würmer ausgraben dürfen – einen, der auf Albertus lustige Provokationen eine Teilnehmerin leicht beissen soll (keine Sorge, sie wurde nicht verletzt – Albertus wollte nur zeigen, dass es „Raubwürmer“ gibt!), und einen, den wir hochhalten sollen um zu sehen, wie seine Verdauung funktioniert – auf Einzelheiten verzichten wir hier. Wir sind hier draußen in der freien Natur, wir lachen viel, wir fühlen uns von Albertus großartig betreut – diese Wattwanderung ist ein absolutes Highlight für alle Teilnehmer und wird uns sicher lange in Erinnerung bleiben.

Oldtimer auf großer Fahrt

Nach diesem Erlebnis geht es kurz zurück auf die HANSEATIC inspiration. Wir nehmen einen Quick Lunch im Lido ein – hier wird unter freiem Himmel gegrillt. Eine leckere Stärkung, bevor es dann mit dem Tenderboot zurück nach Borkum geht. Mit einem Oldtimerbus von Mercedes, gebaut 1951 in Österreich, werden wir über die Insel gefahren und lernen so Neues über die größte ostfriesische Insel. So entsteht ein Blick auf die Insel und das Leben der Menschen, den wir ansonsten sicher nicht in dieser Form gewonnen hätten.

Zurück auf der HANSEATIC inspiration geht es kurz auf die Kabine und dann ins Lido Restaurant – heute wollen wir das Buffet-Restaurant auch am Abend testen und bei strahlendem Wetter beim Essen draußen sitzen. Ganz entspannt genießen wir die Leckereien vom Buffet. Wieder läuft alles ohne lange Warteschlangen, funktioniert der Service sehr gut und wir können den Abend genießen.

Danach geht es ins HanseAtrium. Ab 21.30 findet Live-Musik in entspannter Atmosphäre statt. Das HanseAtrium ist in ein den Abendstunden angemessenes Blau getaucht, die Crew bedient uns umsichtig an den Tischen, und wir genießen unsere Drinks, während draußen das Meer vorbeizieht. Der Kapitän informiert uns dann auch, dass es eine Planänderung gibt: Die Nordsee wird stürmisch! Wie es sich für eine Expeditionsreise gehört, werden Pläne daher spontan geändert. Das Wetter bestimmt auch bei uns vor der Haustür die Route und nun wird die einzige deutsche Hochseeinsel Helgoland vorgezogen.

Service auf dem Zimmer!

Hapag-Lloyd Cruises bietet einen exzellenten Kabinenservice – 24h am Tag. Dazu gehört es auch, dass wir unser Frühstück auf die Kabine bekommen können. Das funktioniert einfach: Wir müssen einen Zettel ausfüllen, den wir auf der Kabine vorfinden, der alle Frühstücksleckereien ausweist – und den ausgefüllten Zettel bis 4.00 Uhr morgens an die Kabinentür hängen. Das Frühstück wird dann zu unserer Wunschzeit gegen 8.30 Uhr auf das Zimmer geliefert, mit kleinem Beistelltisch – und alles, was wir uns gewünscht haben, ist im Überfluss vorhanden. So können wir von unserer Kabine die Anfahrt auf Helgoland und die vorbeiziehende Lange Anna bei Kaffee, Brötchen, frischem Obst, Pancakes und anderen Leckereien genießen.

Helgoland in Sicht!

Mit dem Tenderboot geht es dann gegen 10 Uhr nach Helgoland. Leider ein kleiner Wermutstropfen.- wir haben nur bis 13.00 Uhr Zeit, um 13.30 Uhr legt die HANSEATIC inspiration wieder ab. Aber auch hier nutzen wir die Zeit bestens: Während die Expeditionsguides auch begleitete Ausflüge anbieten, um über Helgoland und seine Natur noch mehr zu erfahren, entscheiden wir uns, mit unserer Eeisexpeditionen.de-Gruppe auf eigene Faust los zu ziehen. Denn Kristina Hillemann war schon öfter und vor wenigen Wochen schon bei ihrer Quest-Tour auf der Insel und kennt sich mit der Insel und ihrer Natur bestens aus. Wie steigen zunächst die Stufen ins Hochland hinauf, von dort aus geht es an den urigen Schrebergärten vorbei weiter zur Langen Anna.

Oberland

Auch hier haben wir wieder ein echtes Expeditionserlebnis: Der Wind pfeift uns ins Gesicht, aber das stört uns nicht, denn wir werden begeistert von den vielen Basstölpeln an der Langen Anna. Wie Albatrosse gehören sie zu den Röhrennasen und können ewig und elegant im Wind segeln. Wir stehen staunend einen halben Meter daneben, während die Vögel mit dem Wind unter den Schwingen auf und ab gleiten.

Die Lange Anna

Und dann zeigt Kristina uns den Eissturmvogel auf einer kleinen unscheinbaren Klippe. Welch seltener Anblick, denn in Deutschland finden wir diesen ausschließlich auf Helgoland – ein Anblick, der nicht nur Vogelfreunden das Herz erwärmt. So entstehen nicht nur Erinnerungen fürs Leben, sondern auch sensationelle Fotos.

Der Ausklang

Wir trinken dann noch einen Kaffee im Helgoländer Hafen, bevor wir dann wieder mit dem Tenderboot zurück auf die HANSEATIC inspiration fahren. An Bord genießen wir beim Auslaufen nun den vollen Service: wir essen im Lido erneut lecker zum Mittag, insbesondere der gegrillte Fisch auf Bananenblättern mit einer köstlichen Bananensauce von der Grillstation begeistert uns. Der Nachmittag und der Abend werden dann auch eine besondere Weise spannend: Seegang setzt ein, und während die HANSEATIC inspiration, als modernes Expeditionsschiff, natürlich fantastisch im Wasser liegt, gibt es doch den einen oder anderen Gast, der diesen Abend leider auf der Kabine verbringt und sich schonen muss.

HANSEATIC Restaurant

Auch wenn vor einer Seekrankheit der tüchtigste Seebär nicht gefeit ist, geht es uns gut und wir essen heute im Hanseatic Restaurant zu Abend. Während die Inspiration die stürmische Nordsee meistert und ein wenig schaukelt, haben wir tatsächlich einen richtig schönen, entspannten Abend. Hier im Restaurant wird das Essen à la carte serviert und wir genießen wieder ein sehr leckeres Menü. Dabei kommen wir auch mit den netten Servicekräften ins Gespräch und wir können uns deren Besorgnis um unser leibliches Wohlbefinden nicht erwehren, als sie uns das Dessert, von dem wir begeistert waren, noch einmal servieren. Bei einem Drink lassen wir auf Deck 8 den Abend ausklingen und blicken auf die stürmische See, bevor wir uns auf die Kabine zurückziehen.

Ein entspannter Tag auf Sylt

Am nächsten Morgen frühstücken wir im Hanseatic Restaurant. Wir freuen uns über den Tischservice und das exzellente Essen, insbesondere ein Minutensteak auf geröstetem Brot hat es den männlichen Mitgliedern unserer Gruppe angetan. Dabei blicken wir schon auf Sylt, denn das Schiff umrundet den Ellbogen und geht vor List vor Anker. Ab ca. 9.30 Uhr können wir nach Sylt übersetzen und hier bleibt die HANSEATIC inspiration den gesamten Tag. Erst um 19.00 Uhr geht das letzte Tenderboot zurück. Wir frühstücken daher ausführlich und gehen dann erst zur Mittagszeit von Bord.

Wanderung zur Aussichtsplattform

Auch auf Sylt bietet Hapag-Lloyd Cruises wieder begleitete Exkursionen an. Viele Gäste nutzen aber die Zeit auf Sylt auch für eigene Erkundungen, gehen nach Westerland oder genießen frischen Fisch am Lister Hafen. Doch unsere Gruppe nutzt die exklusive Führung von Kristina Hillemann und wir brechen in die Dünen auf, um vom Lister Aussichtspunkt einen sagenhaften Blick ins Grüne zu genießen.

Der letzte Abend

Gegen 19.15 Uhr verabschieden sich der Kapitän und seine Crew dann auf Deck 8 bei einem Farewell-Cocktail von uns und lassen die vergangenen Tage noch einmal unterhaltsam Revue passieren. Danach stehen der Kapitän und seine Offiziere noch für einige Bilder und Schwätzchen zur Verfügung – sehr sympathisch, sehr zugänglich, ganz so, wie wir die Crew der HANSEATIC inspiration die letzten Tage wahrgenommen hatten.

Den letzten Abend verbringen wir dann wieder im Nikkei. Ein Paar unserer Reisegruppe feiert seinen Hochzeitstag – und die Hapag-Lloyd Crew gibt sich die größte Mühe, daraus einen ganz besonderen Abend zu machen! So ist der Tisch im Nikkei liebevoll gestaltet, und wir haben alle das Gefühl, dass es über den ohnehin exzellenten Service hinaus noch mehr Aufmerksamkeit der liebenswerten Crew gibt. Erneut genießen wir ein wunderbares Menue. Zum Schluss gibt es dann für unsere Reisegruppe noch wieder stilecht einen Champagner Rosé auf Deck 8, zum Ausklang einer besonders schönen Expeditionsreise.

Wir gehen von Bord

Am nächsten Morgen genießen wir bei einem schönen, ausgiebigen Frühstück das Einlaufen in den Hamburger Hafen, bevor es dann um 9.00 Uhr von Bord geht. Auch hier ist wieder alles wunderbar organisiert.

Hinter uns liegt eine spannende Nordsee-Expeditionskreuzfahrt mit der HANSEATIC inspiration – ein wunderschönes, modernes Schiff, bei dem Luxus und echte Erlebnisse an erster Stelle stehen, mit einer herausragenden Crew – 5-Sterne Wohlfühlatmosphäre von Hapag-Lloyd Cruises.

Wie das wohl ist, wenn es nicht nur eine Fahrt von wenigen Tagen, sondern eine ausgiebige Expeditionskreuzfahrt in der Arktis oder Antarktis ist? Finden Sie es raus – wir beraten Sie gerne zu Ihrer großartigen Reise mit der HANSEATIC inspiration! Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!