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Für viele Gäste gehört längst mehr zu einer Expeditions-Seereise als spektakuläre Eisberge, Pinguinkolonien oder Walbeobachtungen. Entscheidend ist auch die Frage, wie eine Reederei mit den bereisten Lebensräumen, den dort lebenden Menschen und den eigenen Auswirkungen umgeht.
Wer in die Arktis oder Antarktis reist, begegnet Landschaften von überwältigender Schönheit – und zugleich Regionen, in denen klimatische und ökologische Veränderungen besonders sichtbar werden. HX Expeditions dokumentiert ihre Arbeit für Natur und Kultur seit 2017 in einem jährlich erscheinenden ESG-Bericht. ESG steht für Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Veröffentlichung schafft Vergleichbarkeit, macht Fortschritte nachvollziehbar und zeigt zugleich, an welchen Stellen weiterer Handlungsbedarf besteht. Gerade bei Reisen in sensible Polarregionen ist diese Transparenz ein wichtiges Kriterium bei der Wahl einer Reederei.
Der HX Expeditions ESG-Bericht 2025 verbindet die Ergebnisse des vergangenen Jahres mit einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie bis 2030. Die Ziele sollen nach dem SMART-Prinzip konkret, messbar, erreichbar, relevant und zeitlich definiert sein. Damit geht HX über allgemein formulierte Absichtserklärungen hinaus und ordnet seine Maßnahmen in einen überprüfbaren Rahmen ein.
Besonders bemerkenswert ist die Kontinuität der Berichterstattung. HX veröffentlicht nach eigenen Angaben seit 2017 jährlich entsprechende Daten und weist dabei auch Emissions- und Abfallkennzahlen aus. Für Reisende entsteht dadurch ein differenzierteres Bild: Nicht ein einzelnes Projekt steht im Mittelpunkt, sondern die Entwicklung von Flottenbetrieb, Wissenschaft, Ressourceneinsatz und Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinschaften.
2025 gingen die direkten CO₂-Emissionen laut Bericht um zwölf Prozent zurück. Gleichzeitig sanken die Schwefeloxidemissionen um 50 Prozent und die Stickoxidemissionen um 14 Prozent. Ein Teil des absoluten Rückgangs hängt damit zusammen, dass die MS Maud im vierten Quartal 2024 aus der Flotte genommen wurde. HX weist diesen Einfluss ausdrücklich aus und nennt für die kapazitätsbereinigte Emissionsintensität weiterhin rund 140 Kilogramm pro verfügbarer Passagierübernachtung.
Diese Einordnung ist wichtig, weil absolute Zahlen allein leicht ein unvollständiges Bild vermitteln können. Eine kleinere Flotte verursacht naturgemäß weniger Gesamtemissionen. Die zusätzliche Betrachtung der Emissionsintensität zeigt dagegen, wie effizient die verfügbare Kapazität betrieben wird. Für Gäste bedeutet dies: Die Reederei stellt nicht nur positive Kennzahlen heraus, sondern erläutert auch wesentliche Rahmenbedingungen.
Hinzu kommen technische und operative Maßnahmen. Die hybrid-batteriebetriebenen Expeditionsschiffe MS Roald Amundsen und MS Fridtjof Nansen können ihre Motoren in geeigneten Situationen effizienter betreiben. Landstromanschlüsse reduzieren an entsprechend ausgestatteten Häfen die Emissionen während der Liegezeit. Wärmerückgewinnung, angepasste Routenplanung und erste Slow-Cruising-Konzepte sollen den Energieeinsatz zusätzlich senken.
Ein zentraler Unterschied zwischen einer klassischen Kreuzfahrt und einer echten Expeditions-Seereise liegt im Erkenntnisgewinn. Bei HX ist Wissenschaft nicht nur Vortragsthema, sondern Teil des Bordbetriebs. Im Jahr 2025 stellte die Reederei Forschenden insgesamt 1.652 kostenlose Kabinennächte zur Verfügung. 97 Wissenschaftler und Fachreferenten waren an Bord und vermittelten ihre Arbeit in Bildungsprogrammen.
Ab 2027 soll die Zahl der kostenlosen Kabinennächte für Gastwissenschaftler um 30 Prozent auf 3.900 steigen. Forschende erhalten damit Zugang zu abgelegenen Gebieten, die logistisch nur schwer und mit hohen Kosten erreichbar sind. Die Schiffe werden so zu Plattformen für Datenerhebung, Beobachtung und Wissenstransfer.
Auf der MS Fridtjof Nansen kommt zudem SOOP-Meeresüberwachungstechnologie zum Einsatz. Sie erfasst kontinuierlich Daten unter anderem zu Wasserqualität, Kohlendioxid, Mikroplastik und Biodiversität. Solche Messreihen können wissenschaftliche Datenbanken ergänzen und helfen, Veränderungen in wenig untersuchten Meeresregionen langfristig besser zu verstehen.
Citizen Science macht Forschung auch für Reisende unmittelbar erlebbar. Gäste beobachten beispielsweise Wale, dokumentieren Wolkenformationen oder unterstützen bei Planktonproben. Laut der bereitgestellten Jahresübersicht wurden 2025 insgesamt 46.466 Beobachtungen eingereicht. Das entspricht einem Anstieg von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der HX Expeditions ESG-Bericht 2025 zeigt damit, dass Wissensvermittlung nicht an der Tür des Science Centers endet. Wer selbst Daten sammelt, schaut genauer hin und entwickelt häufig ein tieferes Verständnis für ökologische Zusammenhänge. Eine Expedition wird dadurch nicht nur zu einer Reise durch eindrucksvolle Landschaften, sondern auch zu einer persönlichen Lernerfahrung.
Gerade in der Antarktis, auf Spitzbergen oder in Grönland verändert dieser Ansatz die Wahrnehmung. Ein Gletscher ist dann nicht nur ein Fotomotiv, eine Vogelkolonie nicht nur eine Sehenswürdigkeit. Beides wird Teil eines komplexen Ökosystems, das beobachtet, erforscht und geschützt werden muss.
Auch im täglichen Schiffsbetrieb setzt HX an. Der Lebensmittelabfall pro Passagiernacht sank 2025 um sieben Prozent. Gleichzeitig wurde der Bezug von externem Wasser um 64 Prozent reduziert. An Bord erzeugtes Wasser verringert die Abhängigkeit von lokaler Infrastruktur, was insbesondere in kleinen und abgelegenen Gemeinden relevant ist.
Über die Partnerschaft mit Ocean Bottle wurde außerdem die Entfernung von 1.200 Tonnen Plastikmüll aus Gewässern und Ozeanen finanziert. Solche Kooperationen ersetzen keine Emissions- oder Abfallvermeidung im eigenen Betrieb, erweitern aber den Wirkungskreis über das Schiff hinaus.
Für Gäste werden viele Maßnahmen sichtbar: Abfalltrennung, Biosicherheitsverfahren vor Anlandungen oder Programme, bei denen auf die tägliche Kabinenreinigung verzichtet werden kann. Gerade die Biosicherheit spielt in der Antarktis eine entscheidende Rolle, damit keine Samen, Erde oder fremden Organismen in empfindliche Lebensräume eingeschleppt werden.
Expeditions-Seereisen besuchen nicht nur Naturräume, sondern auch kleine Siedlungen und indigene Gemeinschaften. HX möchte einen größeren Anteil der touristischen Wertschöpfung in den Regionen belassen. 2025 erfolgten 27 Prozent der lokalen Beschaffung bei 44 Lieferanten. Damit werden regionale Unternehmen unterstützt und Transportwege können teilweise verkürzt werden.
Über die HX Foundation wurden 226.370 Euro an 28 Projekte weltweit ausgeschüttet. Weitere 215.195 Euro kamen durch Beiträge von Gästen zusammen. Gefördert werden unter anderem Naturschutz, Bildung, lokale Entwicklung und schnelle Hilfe in akuten Situationen.
Entscheidend ist dabei eine respektvolle Reiseplanung. Kleine Orte dürfen nicht durch zu große Besucherzahlen oder kurzfristige Anforderungen überfordert werden. HX beschreibt deshalb das Ziel, lokale Perspektiven stärker einzubeziehen und die Wirkung von Besuchen bis 2030 systematischer zu messen.
Kein Expeditionsschiff reist ohne Auswirkungen. Eine glaubwürdige Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit beginnt deshalb nicht mit dem Versprechen einer folgenlosen Reise, sondern mit Transparenz, Messbarkeit und kontinuierlicher Verbesserung. Genau hier setzt HX mit seiner langjährigen ESG-Berichterstattung an.
Für Ihre Reiseentscheidung sprechen die Verbindung aus moderner Schiffstechnik, wissenschaftlicher Arbeit, aktiver Wissensvermittlung und Unterstützung lokaler Projekte. Sie erleben die Polarregionen nicht nur aus nächster Nähe, sondern erhalten an Bord fundierte Einblicke in ihre ökologischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge.
Aus Sicht von Eisexpeditionen.de ist dieser Ansatz besonders passend für Gäste, die eine intensive Naturreise mit echtem Erkenntnisgewinn verbinden möchten. HX schafft Erlebnisse, die Staunen auslösen, zugleich aber auch dazu anregen, genauer hinzusehen. So kann eine Expeditions-Seereise lange nachwirken – als Erinnerung an außergewöhnliche Momente und als neues Verständnis für die Verantwortung gegenüber den bereisten Regionen.
Wir von Eisexpeditionen.de beraten Sie gerne zu Reisen mit HX Expeditions.
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