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Wer in die Arktis oder Antarktis reist, entscheidet sich nicht nur für eine Route. Auch das Schiff prägt, wie intensiv sich Eislandschaften, Tierbeobachtungen und Anlandungen erleben lassen.
Das Expeditionsschiff Greg Mortimer von Aurora Expeditions wurde gezielt für Reisen in abgelegene Regionen entwickelt und versteht sich weniger als klassisches Kreuzfahrtschiff denn als komfortables Basislager auf See. Mit höchstens 130 Expeditionsgästen, großzügigen Beobachtungsmöglichkeiten und einer auf schnelle Ausbootungen ausgerichteten Konstruktion verbindet es moderne Schiffstechnik mit dem ursprünglichen Gedanken einer aktiven Expedition.
Die Greg Mortimer ist kein großes Kreuzfahrtschiff, das gelegentlich polare Gewässer besucht. Ihre Abläufe, Außendecks und Funktionsbereiche wurden auf Expeditionsreisen ausgerichtet. Das zeigt sich besonders an Tagen, an denen Wetter, Eis und Tierwelt den Reiseplan bestimmen. Statt eines starren Besichtigungsprogramms steht die flexible Nutzung günstiger Bedingungen im Mittelpunkt. Wird eine Walgruppe gesichtet oder erlaubt das Wetter eine Anlandung, sollen die Gäste möglichst effizient nach draußen gelangen.
Diese Ausrichtung ist ideal für Reisende, die viel Zeit in der Natur verbringen möchten. Komfort bleibt dabei der Expedition untergeordnet.
Mit maximal 130 Gästen bleibt die Atmosphäre an Bord persönlich und überschaubar. Die Größe erleichtert den Austausch mit dem Expeditionsteam und schafft kurze Wege zwischen Kabine, Vortragsraum, Mudroom und Zodiac-Einstieg. Zwischen einer Durchsage und dem Aufbruch zu einer Tierbeobachtung liegen häufig nur wenige Minuten.
Das Schiff verfügt über 76 Außenkabinen und Suiten, sodass jede Unterkunft einen Blick auf das Meer bietet. Rund 85 Prozent besitzen einen eigenen Balkon. Vom privaten Außenbereich lassen sich mit etwas Glück Eisberge, Seevögel oder Wale unmittelbar beobachten.
Zu den auffälligsten Eigenheiten gehört der Ulstein X-BOW. Die Greg Mortimer war das erste Passagierschiff mit dieser besonderen Bugform. Statt bei stärkerem Seegang auf jede Welle aufzuschlagen, soll der stromlinienförmige Bug das Wasser gleichmäßiger durchschneiden. Das kann Vibrationen reduzieren und Überfahrten ruhiger gestalten. Ergänzt wird die Konstruktion durch dynamische Stabilisatoren.
Auf offenen Meerespassagen, etwa in Richtung Antarktis, ist dies ein wichtiger Komfortfaktor. Absolute Ruhe kann allerdings kein Schiff garantieren. Wind, Strömung und Wellen bleiben Teil einer echten Expedition. Der X-BOW kann die Bedingungen angenehmer machen, ersetzt bei empfindlichen Gästen jedoch keine Vorbereitung auf möglichen Seegang. Zudem unterstützt die Form einen effizienteren Treibstoffverbrauch.
Für die Reisequalität ist entscheidend, wie zügig die Gäste an Land oder aufs Wasser gelangen. Die Greg Mortimer führt 15 Zodiacs mit und besitzt vier eigens vorgesehene Ausgänge für den Einstieg. Dadurch können Gruppen parallel ausbooten, Wartezeiten werden reduziert und günstige Wetterfenster besser genutzt.
Der zentrale Ausgangspunkt ist der Mudroom. Dort erhält jeder Gast einen Bereich für Stiefel und nasse Außenausrüstung. Jacken und Überhosen müssen nach einer Anlandung nicht mit in die Kabine genommen werden, sondern können für den nächsten Einsatz trocknen. Die Kabine bleibt wohnlich, während die Ausrüstung griffbereit wartet.
Zwei hydraulische Plattformen können seitlich ausgeklappt werden und ermöglichen bei geeigneten Bedingungen einen freien Blick auf Meer, Eis und Tierwelt. Weil sie näher an der Wasserlinie liegen als viele reguläre Decks, entsteht eine unmittelbare Perspektive. Vorbeiziehende Wale, Robben auf Eisschollen oder Seevögel lassen sich dort eindrucksvoll beobachten und fotografieren.
Hinzu kommen offene Decks, eine Observation Lounge und zahlreiche bodentiefe Fenster. Selbst während einer Mahlzeit, eines Gesprächs oder einer ruhigen Stunde in der Bibliothek bleibt die Landschaft präsent. Das ist in Polarregionen entscheidend, denn der Weg zwischen zwei Anlandungsorten ist kein bloßer Transfer, sondern ein wichtiger Teil der Expedition.
Aurora Expeditions richtet viele Reisen an Gäste, die ihre Zielregion aktiv entdecken möchten. Die Greg Mortimer besitzt deshalb eine eigene Aktivitätenplattform. Sie erleichtert je nach Reiseprogramm den Einstieg in Kajaks und unterstützt weitere angebotene Aktivitäten wie Schneeschuhwandern, Schnorcheln, Tauchen oder Skitouren. Welche Möglichkeiten verfügbar sind, hängt von Route, Wetter, Voraussetzungen und vorheriger Buchung ab.
Der Mehrwert liegt in der durchdachten Logistik. Spezialausrüstung, Guides und Zugänge sind nicht nachträglich an ein klassisches Schiff angepasst worden, sondern Teil des Expeditionskonzepts. Für aktive Reisende kann dies den Unterschied zwischen gelegentlichen Ausflügen und einer intensiven Naturerfahrung ausmachen.
Wer versteht, wie Gletscher entstehen, warum bestimmte Tiere vorkommen oder welche Entdeckungsreisen eine Region geprägt haben, erlebt sie bewusster. Im Vortragsraum vermitteln Naturwissenschaftler, Historiker, lokale Fachleute und weitere Mitglieder des Expeditionsteams Hintergrundwissen.
Die Präsentationen greifen Themen wie Biologie, Geologie, Geschichte, Kultur und Klimaveränderungen auf. Oft werden auch die Aktivitäten des folgenden Tages erläutert und Beobachtungen gemeinsam eingeordnet. In Bibliothek und Observation Lounge stehen ergänzend Sachbücher, Tierführer und Ferngläser bereit. So verbindet Aurora Expeditions praktische Erkundung mit fachlicher Vertiefung.
Nach einem langen Tag zwischen Zodiacs, Eis und Wind bietet das Schiff angenehme Rückzugsorte. Zur Ausstattung gehören ein Fitnessraum, eine Sauna und zwei Whirlpools auf dem Außendeck. Besonders die warmen Whirlpools mit Blick auf eine kalte Polarlandschaft schaffen einen reizvollen Kontrast. Die öffentlichen Bereiche wirken modern, bleiben aber auf Begegnung und Aussicht ausgerichtet.
In Bars und Lounges kommen Gäste zusammen, tauschen Fotos aus und sprechen mit Mitgliedern des Expeditionsteams. Die Atmosphäre ist eher informell als zeremoniell. Das passt zu Reisenden, die gehobenen Komfort schätzen, aber keine klassische Kreuzfahrt mit großer Inszenierung suchen.
Essen als Teil der Gemeinschaft; die Mahlzeiten werden in offener Sitzordnung serviert. Dadurch können Gäste unkompliziert neue Gesprächspartner kennenlernen und Erlebnisse des Tages teilen. Neben dem Hauptrestaurant mit Buffetangeboten und serviertem Abendessen gibt es mit dem reservierungspflichtigen Tuscan Grill eine weitere kulinarische Möglichkeit.
Tee, Kaffee und kleine Snacks stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Zum Abendessen sind ausgewählte Hausweine, Biere und alkoholfreie Getränke eingeschlossen. Der kulinarische Rahmen ist komfortabel, ohne den Charakter der Reise zu überlagern. Im Mittelpunkt bleibt das gemeinsame Expeditionserlebnis.
Reisen in abgelegene Regionen verlangen moderne Sicherheitskonzepte. Die Greg Mortimer verfügt über ein Return-to-Port-System mit redundanten technischen Komponenten. Bei einem Ausfall wichtiger Antriebstechnik soll das Schiff dadurch weiterhin manövrierfähig bleiben. Eine medizinische Station ist ebenfalls an Bord.
Auch der Umweltschutz wurde in die Konstruktion einbezogen. Der effiziente Rumpf soll Energieverbrauch und Emissionen reduzieren. Eine virtuelle Ankerfunktion kann das Schiff mithilfe von GPS, Antrieb und Strahlrudern auf Position halten, ohne in geeigneten Situationen einen herkömmlichen Anker auf den Meeresboden abzusenken. Verantwortung entsteht jedoch nicht nur durch Technik, sondern ebenso durch klare Verhaltensregeln und ein Expeditionsteam, das sensible Naturräume respektvoll erschließt.
Das Expeditionsschiff Greg Mortimer von Aurora Expeditions eignet sich besonders für Gäste, die eine kleine, aktive und wissensorientierte Expeditionsreise suchen. Sie erhalten ein modernes Schiff mit hohem Kabinenkomfort, ohne dass Unterhaltung, Luxusinszenierung oder große Freizeitanlagen den Mittelpunkt bilden. Die Stärken liegen in der schnellen Zodiac-Logistik, den Beobachtungsplattformen, der persönlichen Atmosphäre und der Verbindung von Naturerlebnis und fundiertem Wissen.
Wer möglichst viel Zeit nahe an Eis, Küsten und Tierwelt verbringen möchte, findet auf der Greg Mortimer ein überzeugendes Basislager. Das Schiff kann weder Wetter noch Tierbeobachtungen garantieren. Es schafft jedoch sehr gute Voraussetzungen, um die Möglichkeiten einer Reise flexibel und intensiv zu nutzen. Genau dieser Ansatz macht eine Expedition mit Aurora Expeditions zu einer Reise, bei der das Schiff nicht die Hauptattraktion sein muss, sondern den Zugang zu den entlegensten Landschaften der Erde ermöglicht.
Wenn Sie selbst mit der Greg Mortimer reisen möchten oder Fragen zu den geplanten Routen haben, steht Ihnen Eisexpeditionen.de gerne für Beratung und Buchung zur Verfügung.
Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!17.910
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