Blog

Expeditionskreuzfahrt durch den Amazonas

Der Amazonas – was verbinden wir mit diesem Fluss nicht alles? Abenteuer, Gefahren, und doch auch ein Ausdruck der Schönheit unserer Erde. Eine Expeditionskreuzfahrt durch den Amazonas führt durch eine der vegetationsreichsten Regionen der Erde, ist voller magischer Momente und bietet ein Erlebnis, das nur wenige Menschen in Ihrem Leben haben werden. Der Dschungel Südamerikas mit seiner Vielfalt an Flora und Fauna und seiner grünen Schönheit wird auch Sie in den Bann ziehen. Lassen Sie uns auf eine Expeditionsreise auf dem Amazonas in dem heutigen Blogbeitrag gehen.

Amazonas

Was müssen wir an Fakten über den Amazonas vor dem Beginn unser Reise wissen? Der Amazonas ist mit einer Länge von 6.400 Kilometern nach dem Nil der zweitlängste Fluss der Erde. Zeitgleich ist er jedoch der wasserreichste Fluss der Welt und für Naturliebhaber und Fotografen ein wahres Eldorado. Seinen Ursprung bilden die beiden Quellflüsse Marañón und Ucayali in Peru. Auf seiner Reise fließt der Amazonas anschließend durch Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Guyana, Surinam, Venezuela, sowie durch Französisch-Guyana. Oft wird der Amazonas bzw. sein oberer Teil auch als Rio Solimões bezeichnet. Der Amazonas durchquert den Äquator und fließt schließlich nach Osten, um später in den Atlantik zu münden. Im Amazonas leben über 1500 verschiedene Fischarten. Darunter auch viele bedrohte Arten, wie der Amazonas-Manati und der rosafarbene Amazonasdelfin. Besonders am Amazonas sind auch die schwimmenden grünen Inseln. Sie bestehen aus verhakten Bäumen und Wasserpflanzen. Auch die Teufelsgärten, das sind Monokulturen aus Rötegewächsen, sind eine Besonderheit des Amazonas.

Amazonasbecken

Der Amazonas ist ein mächtiger Fluss, der Lebensspender von so viel Natur in Südamerika – und Ausdruck davon ist das mächtige Amazonasbecken.
Als Amazonasbecken bezeichnet man das komplette Einzugsgebiet des Amazonas. Das Becken erstreckt sich über neun Staaten in Südamerika, und zeigt damit eindrucksvoll die Dimensionen dieses mächtigen Flusses. Die größte Fläche des Amazonasbeckens liegt in Brasilien. Die Flora im Amazonasbecken ist aufgrund der schieren Größe und Ausdehnung heterogen. Man unterteilt das Gebiet in 56 Ökoregionen. Diese bestehen zum Beispiel aus dichten und offenen Wäldern mit Palmen, Trockenwäldern und Bergwäldern sowie feuchten Sumpfwäldern. Im Amazonasbecken ist auch die sehr fruchtbare Schwarzerde Terra preta verbreitet. Auch bei der Tierwelt ist das Amazonasbecken unangefochten. Forscher gehen von bis zu zehn Millionen Arten aus.

Rio Negro

Doch nicht nur der Amazonas beeindruckt die Menschen und gibt Ihnen Anlass zu Träumen. Seine Nebenflüsse sind ebenso bedeutsam – und unter ihnen vor allem der Rio Negro.
Schon für sich genommen ist der Rio Negro mit einer Länge von über 2.200 Kilometern ein langer Fluss. Dabei ist es „nur“ ein Nebenfluss des Amazonas. Es handelt sich um den zweitgrößten Nebenfluss der Welt und der Rio Negro liegt auf Platz 6 der wasserreichsten Flüsse weltweit. Seine Quelle liegt in Kolumbien, und zwar im Südwesten des Berglandes von Guayana. Unterhalb von Manaus fließt er dann in den Amazonas. Seinen Namen hat der „Schwarze Fluss“ aufgrund des hohen Gehalts an Huminsäuren und Fulvosäuren. Sie lassen das Wasser fast schwarz erscheinen. Das Wasser ist aufgrund seiner Zusammensetzung sehr nährstoffarm und daher wachsen kaum Pflanzen in dem dunklen Gewässer.

Manaus

Viele Reisen auf dem Amazonas führten auch nach Manaus. Manaus liegt direkt an der Mündung des Rio Negro in den Amazonas und ist eine der wichtigsten Städte am Amazonas. Die Stadt ist auch eine wichtige Ausgangsbasis für Touren in den Amazonas. Ihren Aufschwung erlebte Manaus während des Kautschukbooms an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Heute geht es in Manaus kaum noch um Kautschuk. Dafür bevölkern Urlauber die Stadt und erfreuen sich an den zahlreichen historischen Bauwerken und unternehmen Ausflüge in den umliegenden Regenwald. Forscher glauben, dass der Regenwald, der die Stadt umgibt, zu den artenreichsten Regionen der Welt gehört. In der Stadt sind vor allem die Museen sehenswert. Dazu gehören das Museu do Homem do Norte (Museum des Nordmannes), das Museu do Índio mit dem Schwerpunkt auf das Leben der Indios und das Museu de Ciências Naturais da Amazônia. Bei letzterem handelt es sich um ein Naturkundemuseum, das vor allem auf die artenreiche Tierwelt im Amazonas eingeht.

Belém

Neben Manaus ist Belém die wichtigste Stadt im Gebiet des brasilianischen Amazonas. Belém hat 1,5 Millionen Einwohner und wird auch gerne als Stadt der Mangobäume bezeichnet. Das liegt an den zahllosen Mangobäumen, die die Straßen der Innenstadt säumen. Neben den Mangobäumen gibt es in der Innenstadt zahlreiche sehenswerte, historische Gebäude zu bestaunen. Auch sie rühren aus der Zeit des Kautschukbooms. Dazu gehört zum Beispiel das Teatro da Paz, das heute wieder in Betrieb ist. Zu den Museen der Stadt zählen das religiöse Kunstmuseum Museu de Arte Sacra, die Kunstmuseum Museu do Estado oder Museu das Onze Janelas. Interessant ist auch der zoologisch-botanische Garten des Museu Paraense Emílio Goeldi und die Parkanlage Bosque Rodrigues Álvez. Dort befindet sich auch ein Aquarium mit Tiergehegen.

Fauna

Doch es ist vor allem die Natur, die uns fasziniert bei einer Reise auf dem Amazonas – die Pflanzen, die Tiere, die Vielfalt, das Gefühl, das so vieles noch nicht entdeckt wurde. Was finden wir hier, was können wir entdecken?
Die Artenvielfalt im Amazonas ist erstaunlich. Nirgendwo auf der ganzen Welt finden sich so viele seltene und bedrohte Pflanzen- und Tierarten auf engstem Raum. Man geht von 3000 Süßwasserfischarten, über 400 Säugetierarten, etwa 1300 Vögeln und über 700 Reptilien- und Amphibienarten aus.

Zu den besonders sehenswerten, aber auch sehr bedrohten Arten gehören zum Beispiel die rosa Flussdelfine. Die Rosa Flussdelfine gehören zu den Zahnwalen. Sie werden bis zu 2,5 Meter groß und bis zu 185 Kilogramm schwer. Sie gelten als stark gefährdet und ihre Sichtung ist immer wieder ein Höhepunkt. Es gibt drei Unterarten. Eine davon lebt ausschließlich im Gebiet des Rio Madeira, einem Nebenfluss des Amazonas.

Tukane sind zwar nicht so bedroht, wie der rosa Flussdelfin, aber trotzdem sehr sehenswert. Tukane gehören zu den Spechten und sind durch ihren markanten Schnabel und das Gefieder bekannt. Sie werden bis zu 65 Zentimeter groß. Tukane leben in Bäumen und ernähren sich vor allem von Früchten. Aber auch Insekten, Spinnen oder kleine Reptilien stehen auf ihrem Speiseplan. Der Amazonas ist auch für seine bunten Papageien, unzähligen Affenarten und natürlich den Ameisenbären bekannt.

Freunde der Fotografie werden Aufnahmen machen, die ein Leben lang faszinieren und träumen lassen werden. Doch auch wer nur staunen möchte, wird mit Bildern im Herzen heimkehren, die ein Leben lang wirken.

Pevas

Das kleine Dorf Pevas ist die älteste peruanische Siedlung im Amazonas. Das Dorf kann im Rahmen einer Expeditionskreuzfahrt auf dem Amazonas besucht werden. Dabei tauchen die Besucher in die ursprüngliche Lebenswelt der Indigos ein und können mehr über ihren Alltag lernen. Zudem zeigen die Bewohner gerne, wie man mit Pfeil und Bogen oder einem Blasrohr umgeht. Pevas ist auch aufgrund des Künstlers Francisco Grippa berühmt geworden. Seine kleine Galerie kann im ehemaligen Wohnhaus besichtigt werden.

Sehenswerte Orte

Doch es gibt noch so viel mehr zu entdecken: Parintins ist die zweitgrößte Stadt im Bundesstaat Amazonas in Brasilien. Sie ist auf dem Wasserweg knapp 500 Kilometer von Manaus entfernt und liegt auf der kleinen Insel Tupinambarana. Die Stadt Iquitos liegt im peruanischen Teil des Amazonas-Regenwalds und ist die Hauptstadt der Region Loreto. Besonders an Iquitos ist, dass sie nur auf dem Wasserweg oder aus der Luft zu erreichen ist. Sie liegt zwischen den beiden Flüssen Río Itaya und Río Nanay, die beide in den Amazonas münden.

Aktivitäten

Um noch näher an die Tiere des Amazonas heranzukommen, haben Sie die Möglichkeit vom Expeditionsschiff aus Touren mit dem Zodiac oder dem Kanu zu unternehmen. Unter fachkundiger Führung bewegen sie sich dabei auf dem Amazonas. Besonders eindrucksvoll ist eine Ausfahrt mit dem Zodiac in der Nacht. Aus dem Dschungel tönen dann allerlei Geräusche und die eigenen Sinne sind ganz besonders geschärft.

Eisexpeditionen.de steht für Expeditionsseereisen – doch auch die grüne Lunge unserer Erde fasziniert uns. Sie auch? Dann planen Sie mit uns Ihre perfekte Expeditionskreuzfahrt. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!