Erfahren Sie es zuerst!
Abonnieren Sie unseren Newsletter:
Sie sind gewaltig, uralt und ständig in Bewegung: Die Gletscher Grönlands zählen zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen unserer Erde. Über Jahrtausende hinweg geformt, erstrecken sich die gewaltigen Eisströme vom Inlandeis bis zur Küste – wo sie als kalbende Gletscher in das arktische Meer münden. Eine Grönlandkreuzfahrt bietet die einmalige Gelegenheit, diese eisigen Giganten aus nächster Nähe zu erleben – und dabei auch Zeuge ihres Wandels zu werden.
Der folgende Beitrag beleuchtet die beeindruckende Welt der grönländischen Gletscher, stellt ikonische Eisströme wie den Jakobshavn- oder Petermann-Gletscher vor, und zeigt, warum sich eine Reise per Schiff besonders lohnt, um die Dimensionen, die Schönheit – und die Fragilität – dieser eisigen Welt zu begreifen.
Etwa 80 % der Fläche Grönlands sind von Eis bedeckt. Das Grönländische Inlandeis ist nach der Antarktis die zweitgrößte Eismasse der Erde und enthält etwa 10 % des weltweiten Süßwasservorkommens. Im Zentrum des Landes türmt es sich auf über 3.000 Meter, um sich dann über zahlreiche Gletscherarme in Richtung Küste zu bewegen.
Diese Gletscher sind mehr als „nur“ gefrorenes Wasser – sie sind lebendige Systeme, die sich langsam, aber unaufhaltsam ihren Weg ins Meer bahnen. Manche von ihnen bewegen sich mit wenigen Metern pro Jahr, andere – wie der Jakobshavn-Gletscher – gehören zu den schnellsten Gletschern der Welt.
Einer der bekanntesten und dynamischsten Gletscher Grönlands ist der Jakobshavn-Gletscher (Sermeq Kujalleq) bei Ilulissat an der Westküste. Er ist nicht nur für seine Geschwindigkeit bekannt – in manchen Jahren bewegt sich sein Eis mit über 40 Metern pro Tag –, sondern auch für die gewaltigen Mengen Eis, die er ins Meer abgibt.
Der Gletscher speist den berühmten Ilulissat-Eisfjord, der seit 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Hier driften unzählige Eisberge in majestätischer Stille durch die Bucht – einige so groß wie Hochhäuser. Der Anblick dieser weißen Riesen, die im Sonnenlicht glitzern und langsam in Richtung offenes Meer treiben, gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen auf einer Grönlandkreuzfahrt.
Im hohen Norden Grönlands liegt der Petermann-Gletscher, ein breiter und flacher Eistrom, der sich über 70 Kilometer ins Landesinnere erstreckt. Er ist einer der wenigen sogenannten Schelfgletscher Grönlands – das heißt, ein großer Teil seiner Eisfläche schwimmt bereits auf dem Meer. In den letzten Jahren hat sich das Kalben des Gletschers beschleunigt, große Eisplatten haben sich gelöst und treiben nun im arktischen Ozean.
Für Expeditionskreuzfahrten, die besonders weit nördlich unterwegs sind, ist der Petermann-Gletscher ein faszinierender Höhepunkt. Die Weite, das gleißende Licht, das Knacken des Eises und die absolute Stille machen diesen Ort zu einem Sinnbild für die raue Schönheit des Nordens – und zugleich für die Veränderungen, die die Arktis durchlebt.
Im Südwesten Grönlands, zwischen Nuuk und Maniitsoq, liegt einer der klangvollsten Fjorde des Landes: der Evighedsfjord, zu Deutsch „Fjord der Ewigkeit“. Dieser Name ist Programm – denn hier trifft man auf eine der majestätischsten Gletscherlandschaften Grönlands. Umrahmt von schroffen Bergen fließt der Gletscher still und mächtig ins Wasser und speist einen Fjord, der mit seinen engen Windungen, Wasserfällen und Eisskulpturen zu den landschaftlich reizvollsten Routen einer Grönlandkreuzfahrt zählt.
Der Zugang zum Evighedsfjord ist wetterabhängig – doch wenn er gelingt, zählt er zu den eindrucksvollsten Abschnitten jeder Reise. Das Spiel von Licht und Schatten auf dem Eis, das schimmernde Wasser und die weiten Gletscherzungen, die sich scheinbar unendlich ins Landesinnere ziehen, lassen diese Region wie eine Kulisse aus einem arktischen Traum wirken.
Etwas weiter südlich, in der Nähe der Stadt Kangerlussuaq, liegt der Russel-Gletscher – ein besonders eindrucksvolles Beispiel für die Dynamik grönländischer Gletscher. Hier lassen sich massive Eismauern, bläulich schimmernde Spalten und kalbende Abbruchkanten beobachten – teils aus nächster Nähe bei geführten Ausflügen an Land. Auch viele Grönlandkreuzfahrten, die über den Sondrestromfjord Kangerlussuaq anlaufen, bieten diese Region als Teil ihres Programms an.
Besonders spannend: Der Russel-Gletscher gilt als leicht zugänglich und ermöglicht es, die „lebendige“ Bewegung des Eises mit eigenen Augen zu sehen – inklusive donnerndem Eisabbruch, schmelzender Oberflächenströme und überraschender Farbspiele im Eis.
Während Westgrönland mit seinem berühmten Ilulissat-Eisfjord oft im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, ist der Osten Grönlands eine noch weitgehend unentdeckte Gletscherwelt – rauer, wilder und ursprünglicher. Auf einer Grönlandkreuzfahrt entlang der Ostküste eröffnen sich Reisenden Szenerien von dramatischer Schönheit: steile Granitwände, enge Fjorde und kalbende Gletscher, die türkisfarbene Eisberge in das dunkle Wasser entlassen.
Ein Höhepunkt vieler Routen ist das Scoresby-Sund-System – der größte Fjordkomplex der Welt. In diesem weit verzweigten Netzwerk aus Seitenarmen und Buchten gleiten Eisberge wie Kathedralen aus Eis durch eine fast surreal wirkende Landschaft. Der Gletscher Daugaard-Jensen speist viele dieser Eisformationen und beeindruckt durch seine massive Eismenge und nahezu senkrechten Abbruchkanten. Auch weniger bekannte Eisströme wie der Bredefjord-Gletscher oder der Knud Rasmussen Gletscher zeigen eindrucksvoll, wie lebendig das Eis in Ostgrönland ist. Die Szenerie ist hier so unberührt, dass man oft stundenlang keine Spur menschlicher Zivilisation entdeckt – ein echtes Erlebnis für Liebhaber wilder Natur.
Die Gletscher Grönlands stehen wie kaum ein anderes Naturphänomen im Zentrum der aktuellen Klimadebatte. Denn ihr Rückzug ist sichtbar – und messbar. In den letzten Jahrzehnten haben sich viele Gletscher deutlich zurückgezogen, das Kalben hat zugenommen, und das Schmelzwasser trägt zur Erhöhung des globalen Meeresspiegels bei.
Studien zeigen, dass Grönlands Eisschild heute jährlich Hunderte Milliarden Tonnen Eis verliert – mit weitreichenden Folgen für Meeresströmungen, Ökosysteme und Küsten weltweit. Wer auf einer Grönlandkreuzfahrt unterwegs ist, erlebt nicht nur die Schönheit des Eises, sondern auch seine Verletzlichkeit. Viele Reedereien arbeiten mit wissenschaftlichen Projekten zusammen, fördern Bewusstseinsbildung und setzen auf besonders nachhaltige Routenplanung.
Der Zugang zu vielen der großen Gletscher Grönlands ist nur vom Wasser aus möglich. Eine Grönlandkreuzfahrt bietet daher die beste – oft einzige – Gelegenheit, diese Naturspektakel hautnah zu erleben. Kleine Expeditionsschiffe können in geschützte Fjorde einfahren, vor kalbenden Gletscherfronten ankern und per Zodiac bis an die Eisgrenze vordringen.
Oft bleibt genug Zeit, um das Schauspiel in Ruhe zu genießen – das Donnern herabbrechender Eisblöcke, das leise Knirschen der Eisschollen oder die tiefblauen Farbtöne im Inneren frisch gebrochener Gletschereisstücke. Viele Routen führen entlang der Westküste, durch die Diskobucht, zum Scoresby Sund im Osten oder in den Evighedsfjord im Südwesten – stets begleitet von der einzigartigen Kulisse der arktischen Eiswelt.
Ob Jakobshavn, Petermann, Evighedsfjord oder Daugaard-Jensen – die Eisgiganten Grönlands erzählen von einer Welt, die sich ständig verändert, und doch zutiefst berührt. Wer mit einer Grönlandkreuzfahrt in die arktische Inselwelt aufbricht, erlebt nicht nur imposante Natur, sondern auch ein Stück globale Wirklichkeit. Die Begegnung mit dem Eis verändert den Blick – auf die Welt und auf sich selbst.
Wir von Eisexpeditionen.de beraten Sie gerne zu den schönsten Routen entlang der grönländischen Küste – mit Fokus auf Gletscher, Eisfjorde und nachhaltige Expeditionserlebnisse. Lassen Sie sich vom Zauber der Arktis berühren und erleben Sie Grönland, wie es nur vom Schiff aus möglich ist.
Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!11.090
pro PersonGrönland-Expedition zum Rand des Eisschilds
10.707
pro PersonAbenteuer Südgrönland – Die majestätische alpine Arktis
10.650
pro PersonArktis-Abenteuer und Atlantikküste