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Das Walross – ein schnurrbärtiger und geselliger Riese in der Arktis

Das schnauzbärtige Walross ist am häufigsten in der Nähe des Polarkreises zu finden, wo es mit Hunderten von Gefährten auf dem Eis liegt. Diese Meeressäuger sind äußerst gesellig, neigen zu lautem Brüllen und Schnauben untereinander. Mit ihrem faltigen braunen und rosafarbenen Fell zeichnen sich Walrosse durch ihre langen, weißen Stoßzähne, ihre langen Schnurrhaare, ihre flachen Flossen und ihren speckigen Körper aus.

Erlebnis

Ich kann mich noch gut erinnern, an diese erste Begegnung „Nase zu Nase“. Die Anlandung hatte früh am Tag begonnen, aber da es hier oben in Spitzbergen zu dieser Jahreszeit ohnehin immer taghell war, spielte das keine Rolle. Voller Vorfreude waren wir an Land gegangen, denn wir hatten sie schon vom Schiff gesehen, die Herde dieser sanften Riesen mit ihren großen Stoßzähnen. Die Tiere lagen eng aneinander, zwischen der Gruppe lagen Kälber, dicht an die Mütter gedrängt. „Immer 5m Abstand halten“, das war die Devise, und gerade bei diesen Tieren war das ein wichtiger Rat, denn wenn sie sich angegriffen oder provoziert fühlen, dann verteidigen sie sich.

„Schade“ nur, dass die Tiere das nicht wissen. Gut, dass Walrosse so neugierig sind.

Natürlich liebe ich, Kristina Hillemann, Gründerin von eisexpeditionen.de, diese schönen Tiere. Ich bin Norddeutsche und mit dem Walross „Antje“ aus dem Tierpark Hagenbeck aufgewachsen. An diesem Tag sollte ich sie dann aus der Nähe sehen, endlich, nicht im Zoo, sondern in freier Wildbahn. Hier oben in der arktischen Region, wo sie zu Hause sind und ich nur ein Besucher.

Ich erinnere mich noch, wie ich den Abstand von 5m gebührend einhielt, als das riesige Walross, wohl ein besonders großes Weibchen, mich ebenso anstarrte, wie die um sie liegenden Artgenossen. Es war trotz der großen Stoßzähne, ebenfalls nur wenige Meter von mir entfernt, ein Moment ohne Furcht, ohne Sorge. Es war ein Moment der beiderseitigen Neugier – mein Herz schlug vor Freude, das Walross dagegen war wohl eher freudig darüber, mal etwas anderes als hunderte von Artgenossen den ganzen Tag zu sehen.

In seinem Blick lag weder Panik noch Bedrohung, eher ein amüsantes Abschätzen, und mit seinem Schnurrbart sah es so aus wie ein freundlicher älterer Herr, der mich auf der Straße nach dem Weg fragt. Dann aber tat das Walross etwas, was ich nicht darf (es gelten eben unterschiedliche Spielregeln hier oben): es kam auf mich zu, um mich, dieses merkwürdige Wesen, aus der Nähe zu betrachten. Unser Guide hatte uns darauf vorbereitet, und so blieb ich ganz ruhig – auch wenn dieser Geruch des Tieres in dieser Nähe durchaus durchdringend war. Immer besser konnte ich die feinen Schnurrhaare erkennen, immer mehr das neugierige Blitzen in den Augen wahrnehmen, und die Größe des Tieres, sein Gewicht, wurde spürbar. Nur ein wenig beugte ich mich vor, um noch besser zu erkennen, was…

Und wurde angeschnauft. Ich spürte heißen Atem, einen Rest von Muscheln und viel Feuchtigkeit, bei dem ich hoffte, es wäre nur das Wasser des Ozeans, in meinem Gesicht. Und wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich bis heute glauben, ein schelmisches Funkeln in den Augen des Tieres erkannt zu haben.

Walrosse. Man (n und Frau) muss sie lieben.

Wir schwärmen hier natürlich gerne von den Tieren der polaren Regionen, sind verliebt in den mächtigen Eisbären und fasziniert vom Polarfuchs, träumen mit dem Albatros oder staunen über die Wale. Und doch: Wenn wir ganz ehrlich sind, gibt es ein Tier, was schneller ein Lächeln auf unsere Lippen zaubert als das Walross? Mit seinem Schnurrbart sieht es ein wenig aus wie ein lustiger älterer Herr, mit seinen Lauten und Schnauben kann es jedes Kind zum Lachen bringen, und seine ausgesprochene Geselligkeit erwärmt unser Herz – oder wer findet den Anblick von sich aneinander kuschelnden Herden von hunderten von Riesen nicht atemberaubend? Aber natürlich hat das Walross mit den braunen und rosafarbenen Häuten nicht nur nette Seiten – seine langen weißen Stoßzähne stellen auch klar, dass die Tiere sich wehren können. Schauen wir uns das Leben dieser Polarliebhaber an (denn am liebsten halten Sie sich nun einmal in der Nähe des Polarkreises auf)!

Die wichtigsten Fakten

Am Anfang soll ein Überblick mit dem Kernwissen zu den Walrossen stehen – die Details, insbesondere die Beschreibung von Fressgewohnheiten und Lebensraum, folgen dann in den nächsten Absätzen.

Der lateinische Name des Walrosses lautet Odobenus rosmarus. Es handelt sich um Säugetiere, die in die Gruppe der Fleischfresser eingeordnet sind und in Herden leben. Es ist nicht abschließend wissenschaftlich geklärt, wie viele Walrosse es derzeit auf der Welt gibt – vermutlich leben weltweit jetzt nur noch ca. 220.000 Tiere. Geschätzt wird ihre Lebensdauer auf bis zu 40 Jahre. Sie können über 3m groß werden (in der Regel sind sie im ausgewachsenen Zustand zwischen 2,2 bis 3,6m groß) und ein Gewicht von bis zu 1,8 Tonnen kg erreichen, also in etwa das Gewicht eines Kleinwagens. Es gibt 2 Walrosspopulationen: das Pazifische Walross (Odobenus rosmarus divergens) und das Atlantische Walross (Odobenus rosmarus rosmarus).

Wo finden wir Walrosse?

Walrosse sind polare Bewohner. Die beiden Arten sind natürlich nach ihrer geographischen Verbreitung benannt. Wir finden die atlantischen Walrosse in den Küstenregionen Kanadas und vor allem in Grönland und auf Svalbard, während die pazifischen Walrosse die Küsten und Meere vor Russland und Alaska bevölkern. Im Winter sind sie natürlich auch auf dem Packeis der Beringsee zu finden. Gerade Spitzbergen-Reisende haben große Chancen, Walrosse zu bestaunen (aber natürlich nicht nur dort – sprechen Sie uns an, wenn Sie Walross-Fan sind, wir suchen die beste Reise für Sie raus!).

Der Körper des Walrosses – perfekt ausgerüstet für polare Regionen

Wo sollen wir nur anfangen, wenn wir uns die einmalige Gestalt eines Walrosses näher anschauen wollen? Klar doch – mit dem, was „ins Auge sticht“ (keine Sorge, dass wird es auf den Reisen hier nicht): Die Stoßzähne des Walrosses. Bei den Männchen können sie sage und schreibe bis zu 5 kg schwer werden, aber auch die Weibchen haben sie (wenngleich sie nicht ganz so groß wachsen). Die Stoßzähne sind wichtig für das Überleben in der Arktis. Wozu? Nun – haben Sie sich schon mal ohne Arme aus dem Wasser gezogen bei einem Gewicht von 1,5 Tonnen? Nein? Genau dafür sind die Stoßzähne zunächst einmal da, denn ohne sie wie Zahnstocher in das Eis zu stoßen, könnten Walrosse an vielen Enden gar nicht aus dem Wasser gelangen.

Gleichzeitig haben sie aber noch andere Funktionen: Walrosse nutzen sie, um unter Wasser Löcher in das Eis zu schlagen, damit sie Atemluft holen können. Natürlich dienen sie aber auch, gerade bei den Männchen, als Verteidigungsmittel bzw. als Waffe – die Bullen kämpfen mit ihnen untereinander auch auf Leben und Tod, um ihre Harems von Weibchen (dazu später mehr) zu schützen. Kurzum: Mächtige Werkzeuge, gefährliche Waffen! Interessant übrigens: Die Stoßzähne sind im Grunde nur große Eckzähne, die einfach nie aufhören zu wachsen.

Sicherlich haben Sie es schon auf Bildern häufig gesehen, aber halten Sie nochmal kurz inne und stellen Sie sich ein Walross vor oder schauen Sie auf unsere hier geposteten Bilder. Der Kopf ist auch ein wenig besonders, oder? Genau: Er ist im Verhältnis zu dem Gesamtkörper sehr klein, mit einer flachen, breiten Schnauze, die viele kurze, kräftige, farblose Schnurrbarthaare trägt. Walrosse haben keine äußeren Ohrenklappen, ähnlich wie die echten Robben, aber sie können ihre Hinterbeine unter dem Körper nach oben bringen, ähnlich wie die Pelzrobben und Seelöwen, so dass sie an Land auf allen Vieren laufen können. Auf diese Weise sind sie perfekt ausgestattet für polare Regionen. Bei den Männchen sieht man oft am besten das sehr dicke Leder, das die Haut umgibt und vor Kälte schützt. Stichwort Kälte zudem: Wenn es sehr kalt wird oder Walrosse in tiefe polare Regionen vorstoßen, sind sie in der Lage, ihren Herzschlag zu verlangsamen und so Energie bzw. Wärme zu sparen.

Auch die Flossen der Walrosse sind fantastische Werkzeuge für die Arktis – sicherlich haben Sie schon einmal ein Foto oder Video gesehen, wie sich ein Walross mit seinen Flossen kratzt. Tatsächlich können die Tiere mit ihren Flossen den gesamten Körper erreichen. Durch die Formung der Flossen und ihre Größe ist es den Walrossen aber gleichzeitig auch möglich, an Land sehr bequem zu liegen, ohne dass sie in den Weg kommen. Gleichzeitig ermöglicht die Formung aber auch exzellentes Schwimmen und Tauchen.

Wie in vielen Spezies, sind auch hier die Männchen deutlich größer (bis zu 3,5m) und schwerer (bis zu 1,8 Tonnen), Weibchen werden etwa 2,5m groß und wiegen ungefähr 800 bis 900kg. Was glauben Sie, wie groß sind die Kälber bei der Geburt? 10kg? 30kg? Von wegen: Sie kommen schon mit dem Gewicht eines ausgewachsenen Menschen auf die Welt (ca. 70-85kg) und sind auch schon über einen Meter groß bei der Geburt. Sonst wären sie auch gar nicht in der Lage, in der polaren Welt und insbesondere in den großen Herden, welche die Walrosse bilden, zu überleben.

Die Nahrungssuche – und der Sinn der Schnurrhaare

Nun überlegen wir einmal – wozu haben Walrosse ihre Schnurrhaare? Bei unseren Hauskatzen wissen wir ja, dass sie damit erkennen können, ob sie durch eine Öffnung passen werden oder nicht (unter anderem). Passt das auch für Walrosse? Nein: Der wahre Grund liegt in der Nahrungsaufnahme. Walrosse lieben Muscheln über alles – das ist ihr absolutes Hauptgericht! Und wo finden die Tiere solche Muscheln? Am Meeresboden – nur kann dieser Meeresboden in der Arktis in einer Tiefe liegen, in die kaum oder gar kein Licht dringt, und hier sind die Schnurrhaare besonders nützlich, denn mit ihnen ist es den Walrossen möglich, Muscheln als solche zu erkennen und zu verspeisen. Dabei können sie bis zu 30 Minuten lang tauchen. Wenn mal keine Muschel auf dem Speiseplan steht (die aber die Hauptnahrungsquelle sind), dann fangen sie gelegentlich auch einen Fisch. Mit den Muscheln verspeisen sie häufig auch Schnecken.

Das Walross, ein Herdentier

Wissenschaftler sagen, dass kein Tier einen ausgeprägteren Herdentrieb hat als das Walross. Wir wissen nicht, ob das stimmt – wir wissen nur, dass wir Walrosse fast nie allein sehen auf Expeditionsreisen. Walrosse sind durch und durch gesellige Tiere, die sich nur in Gruppen wohlfühlen. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Walross eine sehr soziale Art von Lebewesen ist. Tatsächlich interagieren sie miteinander wohl mehr als jede andere Tierart. Sie sind fast immer in großen Herden anzutreffen, egal was sie tun. Es ist äußerst selten, dass man ein Walross allein findet. Vielleicht finden Sie es interessant zu erfahren, dass die Männchen und Weibchen in getrennten Herden leben, mit Ausnahme der Nachkommen, die noch an ihre Mütter gebunden sind.

Die Herden weisen eine komplexe Sozialstruktur auf. Sie werden angeführt von den größten und stärksten Tieren, die meist auch die längsten Stoßzähne haben und sich besonders aggressiv verhalten, insbesondere sich in den häufig stattfindenden Kämpfen mit Herausforderern bewährt haben. Forscher haben aber auch herausgefunden, dass es nicht nur eine simple Struktur dahingehend gibt, dass es eine Spitze gibt und andere Tiere, die ihr bedingungslos folgen. Innerhalb der Herde gibt es weitere Untergruppen, die offenbar jeweils auch eigene Leittiere haben.

Die Tiere wandern dabei auch zusammen, oft hunderte von Kilometern, von den Eisschollen zu felsigen Klippen, wo sie sich auch zu Tausenden versammeln, insbesondere in der Paarungszeit. Nicht alle Tiere überleben diese Wanderungen und die Massenansammlungen, insbesondere die Kleinen unter ihnen können dabei zu großem Schaden kommen, wenn die Herde sich etwa in Panik bewegt und eine „Stampede“, also eine panische Reaktion der Herde, geschieht. Gerade wenn die Räume, um sich zu bewegen und auszuruhen eng sind, wenn viele Tiere dicht an dicht gedrängt liegen, kann es gefährlich werden.

Aber wie kommunizieren Walrosse untereinander, woher wissen sie, was der jeweilige Anführer der Herde oder der Gruppe will? Natürlich zunächst durch Laute, die wir alle als Reisende hören, wenn wir auf eine Walrossherde treffen: Grunzen, Brüllen und Kreischen erfüllen dann die Luft, und es fällt leicht, sich vorzustellen, wie der „Chef“ der Truppe sich dadurch Gehör verschafft, dass er schlicht der Lauteste unter ihnen ist und seine Kommandos weitergegeben werden. Aber wohl auch durch die Art und Weise, wie die Tiere aneinander liegen, sich selbst und andere durch Kratzen von Parasiten befreien, all das kann eine Form der nonverbalen Kommunikation darstellen und gleichzeitig die festen Rangordnungen innerhalb der Gruppen zementieren. Die Bullen lassen einander zudem durch Drohgebärden wissen, was sie voneinander halten, oder dass der andere sich ja nicht zu nahe an einen Ruheplatz bewegen soll. In Ausnahmefällen kann es dabei auch zu Kämpfen zwischen den Bullen kommen.

Die Geselligkeit der Tiere führt auch zu ihrer Neugier. Gerade bei Anlandungen kann es sein, dass die Tiere in kleinen Gruppen auf die Expeditionsreisenden zukommen. Wenn wir bedenken, wie viele der Tiere der Mensch in den letzten drei Jahrhunderten durch die Jagd getötet hat, ist das immer wieder ein schöner Anblick, wenn Walross und Mensch sich aufgrund eines Verhaltens des Tieres aneinander annähern.

Die Aufzucht der Kleinen

Zunächst ein wichtiger Unterschied: Die atlantischen Walrosse unterhalten Harems, die pazifischen Bullen dagegen nicht. Der Unterschied äußert sich wie folgt: Der atlantische Bulle schart um sich eine Gruppe von Weibchen, die er begattet und verteidigt. Innerhalb dieser Gruppe gibt es dann wiederum strenge Hierarchien unter den Weibchen, die dem Bullen dabei helfen, die Kontrolle zu wahren, während er gegebenenfalls Konkurrenten abwehrt. Im Pazifik dagegen gibt es überwiegend kein Haremssystem, die Bullen verteidigen einen bestimmten Bereich im Wasser und locken immer wieder unterschiedliche Weibchen an, um diese dann zu begatten.

Die Paarung findet im Zeitraum Januar oder Dezember statt – und sie ist ein Naturschauspiel, das nicht alle Männchen überleben. In dieser Zeit kann beobachtet werden, wie sich die Männchen entlang der Eisränder bewegen, und jedes Männchen beginnt, ein Territorium zu verteidigen. So manche unserer Leserin mag schmunzeln, wenn sie nun hört, dass die Männchen durch Laute und Darbietungen ihrer Kraft im Wasser auf sich aufmerksam machen, um Weibchen anzulocken – im Wasser werden diese, die sich dem Männchen dann anbieten, begattet.

Es ist ein harter Kampf für die Männchen, denn diese versuchen, mehrere Weibchen zu begatten – dabei kommt es unter den Männchen zu heftigen Kämpfen, und der Verlierer kann durch die Stoßzähne des Gegners harte, tiefe Verletzungen davontragen, die mitunter auch tödlich sein können.

Die Geburt und die Sorge für die Kleinen hängen in den ersten Tagen von den Weibchen ab, die in der Regel ungefähr im Mai gebären. Kurz vor der Geburt trennen sie sich dabei von der Herde, auch um das Neugeborene zu schützen. Nach einigen Tagen kehren sie dann in die Herde gemeinsam zurück, und das Weibchen geht auch wieder auf Futtersuche. Ernährt werden die Kleinen ausschließlich durch die Mutter, an der sie zwei bis drei Jahre lang saugen. Daher bleiben die Kälber auch eng bei der Mutter und begleiten sie mit in das Meer. Das hat zwar einerseits den Vorteil, dass die Mutter sie schützen kann und sie von ihr lernen, andererseits aber auch die Gefahr, dass sie beispielsweise inmitten der großen Herde, angedrückt an die Mutter, zu Schaden kommen.

Erst wenn ein Kalb entwöhnt wird, entfernt es sich von der Mutter – die weiblichen Tiere schließen sich der weiblichen Herde der Mutter an, die männlichen Tiere ziehen mit den männlichen Gruppen weiter. Geschlechtsreif werden die Weibchen ca. mit 10 Jahren. Auch die männlichen Tiere wären dann schon geschlechtsreif – aber sie haben in der Regel keine Chance zur Paarung, denn sie sind noch zu schwach. Erst mit 15, 16 Jahren, wenn sie voll ausgewachsen sind und Erfahrungen haben, dann schlägt ihre Stunde und sie gehen in die Kämpfe mit ihren Artgenossen.

Was gefährdet Walrosse heute?

Wie wir einleitend schon erklärt haben, weiß niemand genau, wie viele Walrosse es auf der Welt noch gibt – vermutlich nur noch knapp über 200.000, von einer Tierart, die einst zu Abermillionen die polaren Regionen bevölkert hat. Das ist natürlich vor allem auf die Jagd nach den Tieren zurückzuführen, die insbesondere im 18. und 19. Jahrhundert sehr ausgeprägt war. Aber auch heute bedrohen von Menschen gemachte Phänomene noch den Bestand der Tiere. Der WWF nennt drei Hauptgefahren:

Da wäre zum einen der Klimawandel, der die Nahrungsquellen und die Ruhegebiete der Walrosse einschränkt. Schon jetzt ist zu beobachten, dass sich tausende von Walrossen so eng aneinander quetschen müssen in einigen Gebieten, dass gerade die Kleinsten unter ihnen, die Kälber, zerquetscht werden könnten.

Ölverschmutzungen durch Ölplattformen oder auch Schiffe mit alten Antrieben können ebenfalls den Lebensraum der Walrosse gefährden.

Leider gibt es schließlich auch heute noch die Jagd auf Walrosse, zwar nur in begrenzter Zahl, aber es gibt keine wissenschaftlich belegte Untersuchung, dass diese Jagd nachhaltig ist.

Die Reedereien, die hier auf eisexpeditionen.de mit ihren Expeditionsseereisen vorgestellt werden, sind sich ihrer ökologischen Verantwortung bewusst und nehmen nicht nur bei Anlandungen größtmögliche Rücksicht auf die Tiere. Moderne Antriebe, Einhaltung internationaler Regeln, Abstand und Zurückhaltung – so wird dafür gesorgt, dass Sie Ihre Expeditionsseereise ohne schlechtes Gewissen, aber mit viel Vorfreude antreten können – auch und vor allem auf die Walrosse.

Sie möchten diese wunderbaren Tiere hautnah erleben? Dann rufen Sie uns einfach an, wir planen gerne mit Ihnen gemeinsam die perfekte Reise und beantworten Ihre Fragen. Ihr Team von Eisexpeditionen, Ihr Spezialist, wenn es um Expeditionskreuzfahrten geht!